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Die Vereinigung der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) kontrolliert ca. 50% des weltweiten Ölangebots. Gemeinsam hat man sich dazu entschieden gegen den Preisverfall von Rohöl, im Zuge der Coronapandemie, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Nun wird die zweite Phase des Plans eingeläutet und verunsichert Händler.

 

OPEC+ mit historischer Kürzung

Kurz vor Ausbruch der Coronapandemie hatten die zwei größten Erdölförderer des Kartells einen regelrechten Preiskampf ausgetragen. Russland und Saudi-Arabien konnten sich nicht auf eine gemeinsame Fahrtrichtung einigen. So hat sich Saudi-Arabien dazu entschieden den Ölmarkt mit günstigen Preisen zu unterwandern und hat seine Produktion ausgeweitet.

 

Mit den weltweit schnell greifenden Lockdowns, sind allerdings die Käufer für das günstige Öl weggebrochen. Nun war der Preis pro Barrel (á 159 Liter) im freien Fall und alle OPEC+ Mitglieder sahen sich in Handlungsnot. Man einigte sich auf eine gemeinsame Produktionskürzung von ca. 9,7 Millionen Barrel (umgerechnet über 1,5 Milliarden Liter) am Tag um die Preise am Ölmarkt künstlich zu stützen.

 

Eine historischer Schritt, denn noch nie wurde eine so große Menge vom Markt genommen. Saudi-Arabien hat als Zeichen für alle anderen Kartellmitglieder eine weitere Million Barrel am Tag gekürzt, als in der Vereinbahrung ausgemacht. Auch Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate haben weitere freiwillige, allerdings vielmehr symbolische Kürzungen, vorgenommen.

 

Phase zwei des Plans soll umgesetzt werden

Die Kürzungen waren nie als dauerhafte Lösung für den Preiseinbruch vorgesehen. Schon zu Anfang war klar, dass die erste Phase eine Überkorrektur darstellen sollte, um dem Ölmarkt eine Entlastung zu verschaffen. Doch die große Auswirkung blieb aus. Angedacht war, die ersten Produktionskürzungen von Mai bis Juni umzusetzen. Bereits im Juli sollten dann zwei Millionen Barrel Rohöl am Tag wieder auf den Markt gebracht werden.

 

Bei einer Zusammenkunft der Mitglieder im Juni hat man sich dafür entschieden, die erste Phase bis einschließlich Juli zu verlängern. Nun soll dies auch so umgesetzt werden und zum Ende des Monats wird die Erdölförderung wieder ein wenig Fahrt aufnehmen.

 

In Anbetracht der aktuellen Weltwirtschaftslage, besonders im Hinblick auf die Entwicklung der Coronapandemie, sind Händler eher verunsichert. Ob dieser Schritt verfrüht ist, wird sich mit der Zeit unweigerlich zeigen. Erst vor Kurzem haben sich die Lagerkapazitäten der USA gefährlich nahe an ihre Grenzen begeben. Ein historischer Preisverfall bis -40,32 Dollar pro Barrel Rohöl sitzt noch tief in den Köpfen der Händler. Welche Auswirkungen die geplanten Produktionssteigerung nun haben werden, bleibt nur abzuwarten.

 

Ausblick

Heute werden die Heizölpreise mit Abschlägen von ca. -0,40 bis -0,55 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Montagmorgen erwartet.

Seit nunmehr sechs Jahren wird das Tagesgeschehen in Libyen von einem Bürgerkrieg kontrolliert. Auf der einen Seite die Einheitsregierung mit Sitz in der Hauptstadt Tripolis, unter Führung von Fayiz as-Sarradsch. Auf der anderen Seite der frühere Militäroffizier Chalifa Haftar. Für ein Land, dessen Ölproduktion ein bedeutender Teil des Staatshaushalts darstellt, ist der Konflikt alles andere als zuträglich.

 

Staatliche Erdölförderer berufen sich erneut auf „Force majeure“

Der Begriff „Force majeure“ ist ein im Vertragsrecht verankerter Begriff. Im deutschen als „höhere Gewalt“ bezeichnet, befreit es einen jeweiligen Vertragspartner von Haftungsansprüchen, sollte eine Vertragsabmachung nicht eingehalten werden. Also ein unabwendbares Ereignis, welches auch vollkommen unerwartet eintritt und die Erfüllung der Vertragsabmachungen verhindert.

 

Hierzu zählen unter anderem Naturkatastrophen, Epidemien und eben auch Bürgerkriege. Das staatliche Erdölunternehmen Libyens NOC (National Oil Company) hatte über einen längeren Zeitraum sämtliche Erdölförderungen und -exporte auf Grundlage der „höheren Gewalt“ stoppen müssen. Milizen um den General Chalifa Haftar hatten Ölfelder besetzt und die Förderung des Rohstoffs blockiert.

 

Erst am vergangenen Freitag hatte das Staatsunternehmen einen Öltanker mit ca. 730.000 Barrel Rohöl (á 159 Liter) im Hafen von Es Sidr betankt. Doch dies wird bis auf weiteres auch die einzige Verladung bleiben. Der Hafen wird aktuell von Truppen des Generals Haftar besetzt. Gemeinsam mit russischen Söldnern der Wagner Group wurden nun die Erdölexporte erneut unterbunden.

 

Auch die Pläne die Produktion im Sharara Ölfeld erneut hoch zu fahren wurden durch Milizen und Söldner vereitelt. Geplant war zunächst eine Förderung von ca. 40.000 Barrel am Tag. Mit einer Kapazität von in etwa 300.000 Barrel am Tag, wäre dies ein kleiner Schritt in Richtung Erholung gewesen. Doch nun sah sich das NOC gezwungen die Pläne zunächst auf Eis zu legen.

 

Ausblick

Händler erwarten heute einen Preisanstieg von +0,60 bis +0,75 Euro pro 100 Liter im Vergleich zum Freitagmorgen.

Im Frühjahr rutschten die Heizölpreise im Bundesgebiet auf ein so tiefes Niveau wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Hintergrund war der weltweite Nachfrageeinbruch, der durch die Corona-Lockdowns hervorgerufen wurde, der Rohöl so günstig machte wie nie. Inzwischen haben sich die Ölpreise zwar erholt, doch in Zeiten von Corona ist diese Erholung sehr fragil. Dies zeigt sich auch an den Heizölpreisen, die heute erst einmal wieder nachgeben.

 

Heizölpreise im Monatsvergleich

Betrachtet man die kurzfristige Heizölpreisentwicklung der letzten Monate, zeigt sich, dass die Heizölpreise ihren Tiefpunkt am 28. April erreicht hatten. Das war auch der Tag, an dem die internationalen Rohölbörsen ihren Tiefpunkt erreichten und amerikanisches Öl zwischenzeitlich sogar zu Minuspreisen gehandelt wurde. Der Preisrutsch bis dahin verlief ziemlich steil und dauerte nur wenige Wochen. Die Preise kamen von Niveaus über 61 Euro pro 100 Liter und sanken innerhalb von zwei Monaten auf fast die Hälfte.

 

Anfang Mai setzte dann, parallel mit der Erholung an den Rohölbörsen, eine Trendwende ein und Heizöl wird seitdem langsam wieder etwas teurer. Allerdings geht diese Erholung deutlich langsamer und flacher vonstatten als der Preisrutsch. Von Ende April bis Mitte Juli sind die Preise nur um knapp 10 Euro gestiegen und sind somit immernoch weit entfernt von den Jahresanfangsniveaus.

 

Kurzfristige Preisentwicklung

An der kurzfristigen Trendbox zeigt sich außerdem, dass die Preissteigerungen nicht linear passieren. Im Vergleich zur Vorwoche und auch zum Vortag sind die Heizölpreise heute beispielsweise wieder ein gutes Stück günstiger. Hintergrund bleibt die Corona-Pandemie, die nach wie vor starke Auswirkungen auf den Rohölpreis hat. Und so brachen die Ölbörsen im Lichte der wieder stark steigenden weltweiten Fallzahlen gestern ein und zogen die Heizölpreise mit nach unten.

 

An der langfristigen Trendbox lässt sich allerdings auch ablesen, dass Heizöl im Jahresvergleich sehr günstig bleibt, auch wenn die extremen Tiefpreise vom April inzwischen Geschichte sind. 100 Liter Heizöl sind nach wie vor über 20 Euro günstiger zu haben als in den letzen zwei Jahren.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,67 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 10.07.2020

München (ots)

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken. Laut aktueller ADAC Auswertung ging der Preis für einen Liter Super E10 im Vergleich zur Vorwoche um 0,9 Cent je Liter auf derzeit 1,260 Euro zurück. Diesel verbilligte sich im selben Zeitraum um 0,6 Cent und kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt 1,093 Euro je Liter.

Maßgeblich beeinflusst wird die Entwicklung der Spritpreise durch den Rohölpreis. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell knapp über 43 Dollar und damit etwas mehr als vergangene Woche. Der Euro-Dollar-Wechselkurs spielt ebenfalls eine Rolle für die Kraftstoffpreise in Deutschland, da Ölimporte in Dollar zu bezahlen sind. Im Vergleich zur Vorwoche zeigt sich der Euro mit 1,128 US-Dollar etwas stärker, was sich preisdämpfend an der Zapfsäule auswirken sollte.

Unabhängig davon erwartet der ADAC, dass sich insbesondere die Anfang Juli in Kraft getretene Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent spürbar preismindernd beim Tanken auswirken muss.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Zudem stärkt man damit den Wettbewerb zwischen den Anbietern.

Laut ADAC ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken

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Monatlich werden Berichte zu aktuellen Bestandszahlen von Rohöl, Diesel und Benzin erstellt. Anhand dieser Berichte versprechen sich Marktteilnehmer eine Einschätzung über die aktuelle Nachfrage am Markt erstellen zu können. Vor allem jetzt sind Händler darauf angewiesen verlässliche Zahlen zu verarbeiten. Denn ohne Käufer kann Rohöl schnell zur Belastung werden.

 

Monatsbericht EIA

Die EIA (U.S. Energy Information Administration) ist ein Teil des statistischen Amts der amerikanischen Regierung. Zu den Hauptaufgaben gehören die Ansammlung, Analyse und Verbreitung von Informationen über den Energiehandel in den USA. Sie dient vor allem als richtungsweisendes Organ für die amerikanische Regierung im Energiesektor und hat durch ihre aktuellen Markteinschätzungen auch einen bedeutenden Markteinfluss.

 

Nach Lockdowns aufgrund der Coronapandemie und ständigen Lageraufbauten, ist laut dem aktuellen EIA-Bericht eine erste Erholung spürbar. So ist man bisher von einer globalen Überversorgung in Höhe von 8,34 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) am Tag ausgegangen. Das entspräche ca. 1,3 Milliarden Liter am Tag. Nun wurde diese Schätzung um 0,15 Millionen Barrel am Tag nach unten korrigiert. Immerhin eine tägliche Förderung von über 23 Millionen Liter.

 

Bei der aktuellen Entwicklung wird zudem erwartet, dass sich bereits 2021 die Nachfrage in großen Schritten an das Niveau vor Corona annähern wird. Doch genau hierin liegt die Krux in diesen Hochrechnungen. Denn vorausgesetzt wird eine erfolgreiche Bekämpfung des Virus, das Finden eines Impfstoffs und, dass weitere Infektionswellen ausbleiben.

 

Jüngste Zahlen aus den USA (vor Corona der größte Rohölverbraucher) und Indien (der drittgrößte Verbraucher von Rohöl vor dem Coronaausbruch) dämpfen den Optimismus. Es überschlagen sich zuletzt die Rekorde der täglichen Neuinfektion und vor allem der CoVid-19 bedingten Todesfälle. Sollten erneut Lockdowns notwendig sein, kann dies auch die zuversichtlichsten Markteinschätzungen auf den Kopf stellen.

 

Ausblick

Das Heizöl wird heute mit nur geringfügigen Anpassung erwartet. Man geht von ±0,00 bis +0,20 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Dienstagmorgen aus.

Tipps und Tricks für angenehme Temperaturen

Ist draußen Sommer, bleibt drinnen die Heizung kalt. In den Sommermonaten ist die Heizungsanlage in den meisten Haushalten nur für warmes Wasser zuständig. Die meisten Räume werden mit der Zeit von ganz allein warm – meistens sogar viel zu sehr. Je länger die Sonne scheint, umso heißer wird es in der Wohnung. Besonders Dachgeschossbewohner träumen in den Sommermonaten von einem kühlen Rückzugsort. Dieser Traum kann auch ohne eigenen Keller wahr werden – mit den Tipps, die das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) gesammelt hat.

 

Sonnenstrahlen und heiße Luft müssen draußen bleiben

Wer direkte Sonnenstrahlen und warme Luft konsequent aussperrt, hat schon viel gewonnen. Das ist die erste Strategie gegen unangenehme Sommerhitze in Haus und Wohnung: Gar nicht erst reinlassen. Lüften ist wichtig – aber nur zur richtigen Zeit. Im Sommer ist die Luft nachts und früh morgens am kühlsten. Dann am besten alle Fenster öffnen, ordentlich Durchzug machen und so viel frische Luft in die Räume lassen wie möglich. Danach gilt: Sobald es draußen wärmer ist als drinnen – Fenster schließen und das Lüften auf ein Minimum reduzieren. Durch Verschattung von außen, zum Beispiel durch außen angebrachte Markisen, Jalousien oder Rollläden sollte verhindert werden, dass direktes Sonnenlicht in die Räume scheint. Das gilt vor allem für schräge Dachfenster, durch die besonders viel Sonnenlicht einfällt. Heruntergelassene Rollläden sind zwar nicht besonders stimmungsvoll, wer in der Wohnung aber konzentriert arbeiten oder später entspannt schlafen will, tut sich damit einen Gefallen. Wer direkte Sonneneinstrahlung abfangen, seine Räume aber dennoch nicht komplett mit Rollläden abdunkeln möchte, sollte helle Stoffmarkisen vor den Fenstern anbringen. Wer keinen äußeren Sonnenschutz hat, kann sich innen mit Rollos, Plissees oder Vorhängen behelfen. Allerdings haben innenliegende Maßnahmen nur eine eher kleine Wirkung – besonders im Vergleich zu außen angebrachten Rollläden, Jalousien oder Markisen.

 

Vorsicht ist allerdings beim Lüften des Kellers geboten: Weil die warme Außenluft viel Feuchtigkeit mitbringt, die sich beim Abkühlen an den kalten Kellerwänden absetzt, droht Schimmelbefall. Daher sollten Kellerräume nur dann gelüftet werden, wenn die Luft draußen kühler ist, als die im ungelüfteten Kellerraum.

 

Verdunstungseffekt nutzen

Hat sich die Wohnung schon aufgeheizt und es ist unerträglich warm, hilft zumindest an Sommertagen mit geringer Luftfeuchtigkeit der Verdunstungseffekt, um zu kühlen: Feuchte Wäsche wie Handtücher oder Bettlaken, die zum Trocknen in die Räume gehängt werden, entziehen der Luft beim Trocknen Wärme. Ein Ventilator beschleunigt den Effekt noch. Allerdings gibt es eine Nebenwirkung: Die Feuchtigkeit geht natürlich in die Raumluft über. Deshalb ist zusätzliches Lüften nachts oder früh morgens dann umso wichtiger. Und: An schwülwarmen Tagen funktioniert dieser Effekt leider nicht.

 

Ein Ventilator schafft Erleichterung an besonders heißen Tagen. Foto: IWO/New Africa – stock.adobe.com

Bringt Schwung in die Wohnung: der Ventilator

Ist die Luft in der Wohnung erst mal aufgeheizt, kann ein schlichter Ventilator sie zwar nicht abkühlen, aber der leichte Lufthauch auf der Haut wird von vielen als angenehm empfunden. Ob als individuell aufstellbarer Standventilator oder fest installierter Deckenventilator: Ein leises Gerät kann schon eine Erleichterung sein, um die heißesten Tage des Jahres zu überstehen.

 

Die Notlösung: Klimaanlagen fürs eigene Zuhause

Wenn die Luftverhältnisse tropisch werden und andere Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz bereits ausgeschöpft sind, kann eine sogenannte Split-Klimaanlage helfen. Das Prinzip: Das Innengerät wird in dem Raum aufgestellt, der gekühlt werden soll. Die warme Raumluft wird an einem Kältemittel vorbeigeleitet. Das nimmt die Wärme auf und gibt sie mit Hilfe des Außengerätes an die Außenluft ab. Um dabei so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen, sollte man unbedingt erfahrene Fachbetriebe mit der Auswahl und Installation geeigneter und effizienter Klimaanlagen beauftragen.

 

Der Solarstrom vom eigenen Dach kann auch zur Kühlung der eigenen vier Wände genutzt werden. Foto: IWO

Strom vom eigenen Dach nutzen

Klimaanlagen verbrauchen allerdings Strom. Sinnvollerweise kommt der dann von der Photovoltaik (PV)-Anlage auf dem eigenen Dach. Eine solche PV-Anlage kann zudem die Warmwasserversorgung des Gebäudes unterstützen, so zu Beispiel bei Öl-PV-Hybridsystemen. Hybridsysteme nutzen mehrere Energiequellen. In diesem Fall Heizöl und Solarstrom. Eine ökologisch und ökonomisch besonders attraktive Variante: An sonnigen Tagen wird mit den eigenen Solarstromüberschüssen eine Warmwasser-Wärmepumpe betrieben, die für die Erwärmung des Trinkwassers für Dusche und Co sorgt. Reicht die Solarenergie zur Erwärmung des Wassers nicht aus, springt zuverlässig die effiziente Öl-Brennwertheizung ein. Denn auch, wenn die heißen Tage wieder vorüber sind und der hauseigene Solarstrom nur noch zur Versorgung der typischen Elektrohaushaltsgeräte reicht, weiß man eine warme Dusche zu schätzen. Weitere Infos zu dieser und weiteren Hybridlösungen gibt es auf www.zukunftsheizen.de.

 

IWO, 2020

 

Pressekontakt:

Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)

Rainer Diederichs (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

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Quelle: www.zukunftsheizen.de

In den vergangenen Wochen haben sich die Ölpreise überraschend schnell wieder erholt, nachdem sie coronabedingt in den Keller gerauscht waren. Damit ist auch der Preis für Heizöl, Diesel und Benzin im Bundesgebiet wieder etwas gestiegen. Allerdings gehen mit den weltweiten Lockerungen der Beschränkungsmaßnahmen auch die Neuinfektionen wieder nach oben. Vor allem Amerika ist betroffen, aber auch im Rest der Welt kommt es immer häufiger zu neuen Hotspots.

 

Ölnachfrage in Gefahr?

Als sich Anfang des Jahres das Corona-Virus über die Welt ausbreitete, sorgten die fast überall auf der Welt eingeführten Lockdowns für einen nahezu kompletten Stillstand. Die Kraftstoffnachfrage brach so massiv ein, dass die börsengehandelten Rohölpreise eine fast beispiellose Talfahrt hinlegten. Der Heizölpreis in Deutschland war zwischenzeitlich so günstig, wie seit 37 Jahren nicht mehr.

 

Inzwischen haben sich die Rohölpreise wieder von ihren Allzeittiefs zurückgekämpft und auch Heizöl ist zwar immer noch nicht allzu teuer, aber auch hier hat eine Erholung eingesetzt. Experten mahnen aber an, dass die positive Stimmung, die die Preise an den Börsen momentan antreibt, übertrieben sein könnte. Da man von absoluten Tiefstwerten komme, fühle sich jetzt schon eine minimale Verbesserung an wie ein großer Erfolg, so der Tenor unter den Analysten.

 

Und die täglich steigende Zahl der Neuinfektionen zeigt, wie fragil die vermeintliche Erholung tatsächlich ist, denn solange es keinen wirksamen Impfstoff gibt, bleibt Corona gefährlich – vor allem für die Weltbevölkerung, aber auch für die globale Wirtschaft. Ein neuerlicher Zusammenbruch der Nachfrage ist nicht ausgeschlossen, wenn die Lockdowns beispielsweise in Amerika ausgeweitet werden müssen. Immerhin ist das Land einer der größten Kraftstoffverbraucher weltweit.

 

Ausblick

Zum Wochenauftakt legen die Ölbörsen aber erst einmal wieder etwas zu, so dass auch die Heizölpreise im Inland höher zu erwarten sind als am Freitagmorgen. Verbraucher müssen mit Aufschlägen von ca. +0,20 bis +0,40 Euro für 100 Liter rechnen.

Die USA hatten weitestgehend die Wirtschaftseinschränkungen aufgrund der Coronapandemie wieder gelöst. Supermärkte, Fitnessstudios, Bars und Strände haben wieder Menschen empfangen und eine lang ersehnte Auszeit vom Isolationsalltag geboten. Doch die Entwicklung der Pandemie hat ein beunruhigendes Ausmaß angenommen. Täglich steigen die Zahlen der Neuinfektionen schneller als noch am Tag zuvor.

 

Infektionszahlen in den USA verunsichert Händler

Der weltgrößte Rohölverbraucher hat einen unweigerlich starken Einfluss auf das Marktgeschehen. Als es zunächst so aussah, dass die USA wieder langsam aber stetig ihre Ölverarbeitung und den Verbrauch wieder auf das gewohnt hohe Niveau anheben, dämpfen aktuelle Infektionszahlen den Optimismus.

 

Täglich werden neue Rekordwerte mit Neuinfektionen in den USA gemeldet, ohne Anzeichen einer Abschwächung. So scheint sich die aktuelle Situation deutlich stärker zu zu spitzen als noch während des ersten Ausbruchs. Man kann also nur noch von einer zweiten Infektionswelle sprechen.

 

Der beratende Virologe des weißen Hauses, Anthony Fauci, warnt indes davor, dass 100.000 Neuinfektionen pro Tag bei der aktuellen Entwicklung schon bald Realität werden können. Die Infektionszahlen bewegen sich laut seiner Aussage „in die falsche Richtung“. Einzelne Bundesstaaten wie Kalifornien und Florida verhängen vereinzelte Strandverbote und in Texas, Arizona und Teilen Kaliforniens müssen Bars erneut schließen.

 

Zweifel an Nachfrageerholung

Trotz der Meldungen des Department of Energy (dem Amerikanischen Energieministerium) über Bestandsabbauten im Rohöl, entpuppte sich dies als Rohrkrepierer. Längst haben Analysten gemerkt, dass die Nachfrage einen weitaus größeren Einfluss auf die Marktpreise haben wird.

 

Sollten sich die USA dazu entschließen, dass ein erneuter Lockdown notwendig ist, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird dies dem Ölmarkt einen heftigen Schlag verpassen. Nachdem sich erst im April ein historisch einzigartiger Negativpreis für amerikanisches Rohöl am Markt gebildet hat, sind Händler und Analysten weitaus vorsichtiger geworden.

Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht beendet ist, zeigt sich am langfristigen und kurzfristigen Preisvergleich doch, dass der Preissturz vom Frühjahr vorbei ist. Seit Mai klettern die Preise langsam aber stetig wieder etwas in die Höhe. Verglichen mit den Vorjahren bleibt Heizöl aber nach wie vor unschlagbar günstig.

 

Heizöl wird nur langsam wieder teurer


Die Trendboxen zeigen es: die Preissteigen wieder, zumindest im kurz- und mittelfristigen Vergleich. Die Pfeile sind wieder überwiegend grün und zeigen nach oben. Allerdings zeigt sich auch, dass der Preisanstieg nun in einem verhältnismäßig normalen Rahmen verläuft – nicht vergleichbar mit dem Einbruch, der coronabedingt im Frühjahr für historische Tiefstpreise sorgte. Und das sowohl bei den weltweiten Rohölpreisen als auch bei den Heizölpreisen im Bundesgebiet.

 

Am Kurvenverlauf der kurzfristigen Heizölpreisentwicklung, also beim Vergleich der Preise seit Februar bis heute, lässt sich dies gut ablesen. Der Einbruch begann im Feburar und hatte im März seine größte Spitze. Am 9. März brachen die Preise um fast 9 Euro ein (von 53,60 Euro auf 44,93 Euro). Die Erholung war nur kurz und bis zum 28. April waren die durschnittlichen Heizölpreise von 59,50 Euro am 1. Februar auf 35,39 Euro abgerutscht.

 

Inzwischen pendeln die Preise um einen Wert von etwa 44 Euro. Im Zweijahres-Vergleich wird deutlich, dass dieses Preisniveau immer noch sehr günstig ist. Sowohl 2018 als auch 2019 lag der Durchschnittspreis am 3. Juli über 65 Euro, also etwa 20 Euro über dem heutigen durchschnittlichen Tagespreis.

Ausblick

Der Preiseinbruch im Frühjahr hing ursächlich mit der Coronapandemie zusammen. Noch stärker betroffen als die Inlandspreise waren die weltweiten Rohölpreise, die an der Börse kurzfristig sogar ins Minus rutschten. Die Erholung kam dann – auch für viele Experten überraschend – schneller als erwartet, was sich an den Börsen und damit auch am Inlandspreis niederschlug.

 

Allerdings ist Corona noch nicht vorbei, wie sich etwa auch an den explodierenden Infektionszahlen in den USA zeigt. Auch wenn die Ausbreitung des Virus in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern sehr gut eingedämmt werden könnte, trifft das nicht auf alle Industrienationen zu. Sollten dort dann die Lockdowns wieder verschärft werden, könnte es zu einem erneuten Nachfrageeinbruch kommen, der die Ölpreise wieder in den Keller schicken würde.

 

Darauf würden dann auch die Heizölpreise in Deutschland reagieren, so wie sie es im Frühjahr auch schon getan hatten. Heute jedoch steigen die Preise im Vergleich zu gestern erst einmal wieder leicht. Für 100 Liter müssen Verbraucher mit einem Aufschlag von etwa ±0,00 bis +0,15 Euro rechnen.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,64 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 03.07.2020

 

München (ots) – Nachdem die Kraftstoffpreise in Deutschland im Frühjahr zeitweise deutlich gesunken waren, haben sich die Preise im Juni wieder erhöht. Nach einer aktuellen Datenauswertung des ADAC lag der Durchschnittspreis für Super E10 im Juni bei 1,239 Euro je Liter und damit um 6,9 Cent über dem Vormonatswert. Diesel kostete im Schnitt 1,086 Euro je Liter, das war ein Plus gegenüber Mai von 3,6 Cent. Der Durchschnittspreis lag im Mai für Super E10 noch bei 1,170 Euro, der für Diesel bei 1,050 Euro.

 

Im Verlauf des ersten Halbjahrs 2020 zeigte sich in Folge der Entwicklung der Rohölnotierungen am Weltmarkt eine erhebliche Spannbreite auf dem Spritmarkt. Am teuersten war Benzin am 1. Januar. Damals kostete ein Liter Super E10 1,439 Euro. Am günstigsten kamen die Verbraucher am 30. April weg. Ein Liter E10 lag hier bei 1,129 Euro. Auch beim Diesel lassen sich diese Schwankungen erkennen. Der teuerste Tag war mit 1,336 Euro der 7. Januar, während der niedrigste Preis im laufenden Jahr mit 1,032 Euro ebenfalls auf den 30. April fiel.

 

Der ADAC geht davon aus, dass sich die mit dem heutigen Tag in Kraft tretende Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent umgehend preismindernd auch an den Zapfsäulen bemerkbar machen wird.

 

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Spritpreise leicht gesunken. So kommt laut ADAC Auswertung der Preis für einen Liter Super E10 im bundesweiten Mittel auf 1,269 Euro und ist somit um 0,2 Cent günstiger als vergangene Woche. Der Preis für einen Liter Diesel ist um 0,8 Cent zurück gegangen und liegt aktuell im Mittel bei 1,099 Euro. Die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten hat sich somit auf 17 Cent vergrößert.

 

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, ungeachtet des immer noch niedrigen Preisniveaus vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man laut ADAC in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken

 

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