
Erneut gibt es Hoffnungen auf ein Ende des festgefahrenen Konflikts im Nahen Osten. Schon seit Anfang der Woche hieß es immer wieder, dass Gespräche geführt würden, obwohl der Iran dies stehts bestritt. Doch nun scheint ein neuer Vorschlag der Vermittlernationen Katar, Pakistan und Oman auf dem Tisch zu liegen.
60 Tage freie Fahrt
Der Entwurf orientiert sich offenbar stark an dem im Juni ausgehandelten Interimsabkommen, das nur wenige Wochen hielt. Entsprechend ist eine 60 Tage geltende Regelung des Schiffsverkehrs in der wichtigen Straße von Hormus enthalten, während der es keine Gebühren oder sonstige Abgaben für die Durchfahrt der Passage geben soll.
Zudem sollen Schiffe, die in den Persischen Golf einlaufen, eine Route näher an der iranischen Küste nutzen, wohingegen auslaufende Schiffe in Koordination mit dem Iran die Fahrrinne nahe dem Oman nutzen sollen. Darüber hinaus sieht der Entwurf vor, dass der Iran und der Oman mit der Räumung der Minen in der mittleren Fahrrinne beginnen.
Ölpreise auf neuem Monatstiefstand
Ob die beiden Kriegsparteien sich tatsächlich auf den neuen Friedensvorschlag einlassen, bleibt abzuwarten. Am Ölmarkt greift allerdings jetzt schon wieder der Optimismus um sich und die börsengehandelten Ölpreise rutschten schon gestern auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juni.
Auch heute bleiben die Ölbörsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau, auch, wenn sie die Abwärtsbewegung erst einmal nicht fortsetzen. Offenbar wollen die Marktteilnehmer doch erst einmal konkrete Ergebnisse im Nahen Osten sehen, bevor sie weiter auf fallende Preise setzen.
Inlandspreise günstiger als gestern
Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute aber allein durch den gestrigen Preisrutsch an den Ölbörsen klare Abschläge im Vergleich zu gestern morgen. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen damit im Bundesgebiet etwa -3,90 bis -4,90 Euro pro 100 Liter.

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind im Juli drastisch gestiegen. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im vergangenen Monat verdeutlicht, dass insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf massiv zugelegt hat. Kostete ein Liter Diesel am 5. Juli im Tagesmittel noch 1,946 Euro, mussten die Autofahrerinnen und Autofahrer am 31. Juli im Schnitt 2,225 Euro bezahlen und damit 27,9 Cent mehr. Der Preis für Super E10 hat sich im Vergleich zu den ersten Tagen des Monats ebenfalls stark erhöht: Am 1. Juli, dem günstigsten Tag des Monats, lag der Preis bei 2,016 Euro. Am 23. Juli, dem teuersten Tag, kostete der Liter Super E10 mit 2,168 Euro immerhin 15,2 Cent mehr.
Im Monatsmittel musste man für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Damit lag der Preis nur noch einen Cent unter dem monatlichen Allzeithoch vom April 2026 mit 2,109 Euro. Für Diesel waren im Schnitt im Juli 2,097 Euro fällig und damit aber noch ein gutes Stück weniger als im Rekordmonat April, als ein Liter 2,263 Euro kostete.
Der ADAC kritisiert den Preisanstieg in den vergangenen Wochen deutlich. Laut Mobilitätsclub stieg zwar der Rohölpreis zum 23. Juli kurzzeitig wieder auf über 100 US-Dollar je Barrel, doch obwohl er zum Monatsende auf deutlich unter 90 US-Dollar gesunken ist, gaben die Spritpreise nicht entsprechend nach oder stiegen sogar weiter. Dieser Sachverhalt muss aus Sicht des ADAC vom Bundeskartellamt untersucht und dabei insbesondere die Raffinerie- und Großhandelspreise kritisch überprüft werden.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Über das Wochenende entstanden neue Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten. So gab US-Präsident Donald Trump an, es werde noch am heutigen Montag Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Einen zuvor geplanten Militärschlag gegen die Islamische Republik habe er abgesagt. An den Ölbörsen wurde dies heute Morgen zunächst mit niedrigeren Preisen quittiert. Bei langfristigem Vergleich bleiben die Preise allerdings auf wesentlich höherem Niveau, da die Angebotssituation weiterhin angespannt bleibt.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Angesichts der Äußerungen Trumps und der damit wieder aufkeimenden Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran blieben die Inlandspreise im Vergleich zum Freitag ab. So kosteten 100 Liter Heizöl vor dem Wochenende noch durchschnittlich 141,02 Euro, heute hingegen lag der Preis für 100 Liter im Bundesdurchschnitt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung bei 136,97 Euro und damit etwa 4 Euro niedriger. Auf Wochensicht haben sich die Inlandspreise dagegen mit einem Plus von 0,04 € pro 100 Liter Heizöl kaum geändert. Auf Monatssicht ist der Durchschnittspreis heute allerdings immer noch wesentlich teurer. So kosteten 100 Liter Heizöl am 03. Juli 126,60 Euro und damit etwa 8 % weniger als heute.
Langfristige Preisentwicklung
Die preistreibende Wirkung des Iran-Konflikts auf die Inlandspreise, spiegelt sich bei der Betrachtung der langfristigen Heizölpreisentwicklung und im Mehrjahresvergleich weiterhin besonders deutlich wider. Hier zeigt sich, dass die Preisniveaus immer noch weit oberhalb der Durchschnittsniveaus des entsprechenden Vorjahreszeiträume liegen. Ende Juni, als zwischen den USA und dem Iran eine vorläufige Waffenruhe galt, näherte sich das Inlandspreisniveau zwar dem der Vorjahre an, die erneute Eskalation, zu der es im Juli kam, sorgte jedoch wieder für deutlich höhere Inlandspreise als in den Vorjahren. So bleibt im Vergleich zu Ende Juli immer noch ein Plus von rund 47 % stehen, während die Inlandspreise im Durchschnitt heute noch rund 40 % (+38,74 € pro 100 Liter Heizöl) höher sind als vor zwei Jahren.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Naher Osten bleibt Konfliktherd
Die Konfliktsituation im Nahen Osten bleibt weiterhin Thema, denn die Sperrungen wichtiger Wasserstraßen sorgen trotz der jüngsten Meldungen zu Gesprächen zwischen den USA und dem Iran auch weiterhin für Angebotsprobleme. So ist inzwischen nicht nur die Straße von Hormus gesperrt, auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen durch die vom Iran gestützten Huthi. Hinzu kam in der Vergangenen Woche eine Ausweitung des Konflikts auf den Irak. Auch an einem ägyptischen Mittelmeerhafen schlug eine Drohne ein.
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölprodukten am Weltmarkt aktuell deutlich.
– Angebotsausfälle in Kasachstan
Nachdem ein wichtiger Export-Terminal im Schwarzen Meer nach einer durch einen Drohnenangriff verursachten Verladepause den Betrieb wiederaufgenommen hatte, sorgte ein weiterer Drohnenangriff im Verlauf der vergangenen Woche für einen erneuten Betriebsstopp. An dem Export-Terminal wird üblicherweise der Großteil der Ölmengen aus Kasachstan exportiert. Durch den Ausfall an dem Hafen kommt es zu einem zusätzlichen Angebotsausfall, der am Ölmarkt die Preise stützt.
– Niedrige Wasserpegel und hohe Frachtraten
Die aktuelle Trockenheit sorgt seit Wochen dafür, dass die Binnenschifffahrt auf den deutschen Wasserstraßen immer schwerer wird. Je niedriger die Wasserpegel, desto weniger Ladung kann transportiert werden, was zu hohen Frachtraten und zu Problemen bei der Nachversorgung führt. An einigen Rheinstationen wurden sogar bereits historische Niedrigwasserstände verzeichnet. Auch in den nächsten Tagen dürfte sich an dieser Situation nicht viel ändern.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Angebliche Aussicht auf erneute Gespräche zwischen USA und Iran
US-Präsident Trump am Wochenende verkündete am Wochenende, es werde erneut Gespräche mit dem Iran geben, die bereits heute beginnen sollen. Am Markt nährt dies wieder die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts kommen könnte. Die Skepsis am Markt dürfte jedoch erst einmal bestehen bleiben, denn noch wurde die Aussage Trumps von iranischer Seite noch nicht bestätigt.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19 % MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 03.08.2026

Die Luftangriffe der USA und des Irans im Nahen Osten hielten auch in der zweiten Wochenhälfte an, wobei der Konflikt immer weitere Kreise zu ziehen scheint. So wurde gestern aus Ägypten ein Drohnenangriff auf ein schwimmendes US-Flüssiggastanklager gemeldet, wobei bislang noch unklar ist, wer für den Angriff verantwortlich war. Derweil soll der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder leicht zugenommen haben, was die Ölpreise an den Rohstoffbörsen in Europa und den USA zumindest zeitweise sinken ließ.
Schiffsverkehr durch Straße von Hormus nimmt zu
Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge passierten am Mittwoch insgesamt 14 Tanker die Straße von Hormus in beide Richtungen. In der vergangenen Woche hatte die Zahl noch im einstelligen Bereich gelegen. Der US-Regierung zufolge dürfte der Anstieg des Schiffsverkehrs auf das hohe Engagement der USA zurückzuführen sein, denn laut US-Energieministers Chris Wright eskortierte die US-Marine zuletzt wieder mehrere Tanker durch die Meerenge.
„Wir setzen das US-Militär ein, um Öl- und Gastanker sicher durch die Straße von Hormus zu geleiten“, so Wright in einem Interview. In der vergangenen Woche seien auf diesem Weg rund 6,5 Mio. B/T Öl aus dem Persischen Golf transportiert worden.
Saudi-Arabien strebt Koalition zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer an
Die Schifffahrt in der Straße von Bab el-Mandeb – der Meerenge, die das Rote Meer vom Golf von Aden trennt – soll nach Ansicht der saudischen Regierung künftig von einer internationalen Koalition gesichert werden. Saudi-Arabien hat derzeit an seiner Westküste mit einer Seeblockade der Huthi-Miliz zu kämpfen, die aus dem Jemen heraus die Handelsschiffe des Königreichs im Roten Meer und in der Straße von Bab el-Mandeb angreift.
Medien berichteten nun unter Berufung auf informierte Quellen, Riad strebe eine Koalition von etwa 50 Ländern an, die nicht nur Angriffe der Huthi, sondern auch Piraterie und Schmuggel in der Region verhindern soll. Dabei hofft die saudische Regierung offenbar auch auf die USA als Koalitionspartner. Für Saudi-Arabien war die Route über das Rote Meer nach der Blockade der Straße von Hormus eine wichtige Alternative, um zumindest einen Teil des eigenen Öls doch noch auf den Weltmarkt zu bringen. Auch für den internationalen Handel ist die Route enorm wichtig.
EUR/USD steigt nach Fed-Zinssitzung auf Sechs-Wochen-Hoch
Unterdessen legte der Euro gegenüber dem US-Dollar am gestrigen Donnerstag weiter zu, nachdem er angesichts der Ergebnisse der Fed-Zinssitzung bereits am Mittwochabend deutlich aufgewertet hatte.
Neuen Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung durch die vorläufigen Daten zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der Bundesrepublik und der gesamten Eurozone, die die Erwartungen für das zweite Quartal übertrafen. Am Nachmittag ließ der Euro schließlich auch die 1,15 Dollar-Marke hinter sich und kletterte auf den höchsten Stand seit sechs Wochen.
Inlandspreise günstiger erwartet
Auf die Inlandspreise wirkt sich ein Anstieg des EUR/USD-Kurses – besonders in dem Maße, das am Mittwochabend und Donnerstag zu beobachten war – für gewöhnlich preissenkend aus. Zusammen mit dem gestrigen Rückgang der Preise an den Ölbörsen wirkt dies dem preistreibenden Effekt entgegen, den die immer noch sehr niedrigen Rheinpegel haben. So können die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit Abschlägen von -2,20 bis -3,20 Euro/100l rechnen.

München (ots) –Während der Rohölpreis im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich gesunken ist, gibt der Benzinpreis nur leicht nach. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,139 Euro, das sind 0,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel hingegen ist – trotz eines rückläufigen Ölpreises – die fünfte Woche in Folge teurer geworden. Für einen Liter sind derzeit im Mittel 2,190 Euro fällig – ein Plus gegenüber der Vorwoche um 2,2 Cent.
Der Schlusskurs der Rohölsorte Brent lag [am Dienstag, den 28. Juli] bei rund 84 US-Dollar je Barrel, vor einer Woche waren es noch 91 US-Dollar. Gemessen daran fällt der Rückgang des Benzinpreises zu gering aus und nach Ansicht des ADAC wäre ein deutlich stärkeres Absinken angemessen – vor allem auch angesichts des ohnehin seit Wochen deutlich zu hohen Preisniveaus. Bei Diesel zeigt sich einmal mehr die besondere Krisenanfälligkeit. Wenngleich Öl zuletzt billiger geworden ist, ist dies nicht allein maßgeblich für den Dieselpreis. Dieser reagiert sehr viel volatiler, unter anderem, weil der Kraftstoff in großen Mengen importiert werden muss und auch, weil Diesel in Bereichen jenseits des Verkehrs nachgefragt wird. In Krisen- und Kriegszeiten gilt dies noch mehr als sonst.

Der ADAC empfiehlt, möglichst kurz vor 12 Uhr zur Tankstelle zu fahren. Dann sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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USA und Saudi-Arabien greifen mit Iran verbündete Milizen im Irak an – Heizöl erneut teurer erwartet

Die Aussichten auf ernstzunehmende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben sich zur Wochenmitte wieder eingetrübt, nachdem die Kampfhandlungen im Nahen Osten wieder zugenommen haben. Die Sorgen hinsichtlich länger andauernder Angebotsengpässe stiegen damit wieder.
Revolutionsgarden greifen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien an
So berichtete das Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) am Dienstagabend, die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten mehrere Marschkörper auf Stützpunkte der US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Diese seien jedoch abgewehrt worden. Jordanien hatte kurz zuvor Angriffe auf US-Stützpunkte und eine Kommandozentrale gemeldet.
USA und Saudi-Arabien greifen mit Iran verbündete Milizen im Irak an
Zudem berichtete CENTCOM am gestrigen Dienstag, man habe zusammen mit den Streitkräften Saudi-Arabiens Angriffe auf Stellungen von Milizen durchgeführt, die mit dem Iran verbündet sind und auf Geheiß der IRGC aus dem Irak heraus die US-Streitkräfte sowie die Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens angreifen würden. Bei den Luftangriffen der amerikanischen und saudischen Streitkräfte seien zahlreiche Waffenlager und logistische Einrichtungen getroffen worden.
Die aus dem Jemen agierende Huthi-Miliz hatte am Dienstag ebenfalls angegeben, weitere Ölanlagen in Saudi-Arabien, darunter auch im Osten des Landes, angegriffen zu haben. Darüber hinaus setzte die Miliz die Seeblockade Saudi-Arabiens im Roten Meer fort.
Iranische Marine fängt drei Öltanker in Straße von Hormus ab
Aus Richtung der IRGC hieß es zuletzt außerdem, die Marine der Revolutionsgarden hätten in der Straße von Hormus am frühen Mittwochmorgen drei Öltanker abgefangen, nachdem diese auf Warnungen nicht reagiert hätten. Weitere Details gaben die IRGC dazu allerdings nicht.
Inlandspreise erneut teurer erwartet
Die erneute Eskalation im Nahen Osten führte auch an den Rohstoffbörsen heute wieder dazu, dass die Ölpreise teurer in den Tag starteten. Dies wirkt sich auch auf die Inlandspreise aus, die bereits durch die niedrigen Rheinpegel Auftrieb erhalten. So müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute mit weiteren Aufschlägen von +3,00 bis +4,00 Euro/100l rechnen müssen.

Die USA und Iran haben sich offenbar auf eine Feuerpause verständigen können, so dass am Markt wieder Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Konfliktes am Persischen Golf einkehrt. Entsprechend haben die börsengehandelten Rohölpreise übers Wochenende nachgegeben und auch auch bei den Produktkontrakten kam es zu deutlichen Abschlägen. Dies überträgt sich heute auch auf die Inlandspreise, die im Vergleich zu Freitag günstiger sind. Langfristig betrachtet sorgen die umfassenden globalen Angebotsprobleme aber nach wie vor für ein hohes Preisniveau im Vergleich zu den Vorjahren.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Mit der jüngsten geopolitischen Entwicklungen geben die Inlandspreise im Wochenvergleich spürbar nach. So kosteten 100 Liter Heizöl am Freitag noch durchschnittlich 140,30 Euro, heute hingegen lag der Preis für 100 Liter im Bundesdurchschnitt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung bei 135,37 Euro und damit fast 5 Euro niedriger. Im Vergleich zu letzten Montag ist der Preisunterschied nicht ganz so signifikant, bleibt mit fast 3 Euro aber immer noch spürbar. Dennoch liegt der Durchschnittspreis heute deutlich oberhalb des Niveaus von Ende Juni, als es im Nahen Osten noch nach einer nachhaltigen Befriedung ausgesehen hatte. So kosteten 100 Liter Heizöl am 27. Juni 113,79 Euro, 19% weniger als heute.
Langfristige Preisentwicklung
Wie stark der Einfluss des Iran-Konfliktes auch auf die Inlandspreise ist, zeigt sich besonders bei der Betrachtung der langfristigen Heizölpreisentwicklung und im Mehrjahresvergleich. Hier ist deutlich zu sehen, dass die Preisniveaus zu Beginn des Jahres sogar unter den Durchschnitten der Vorjahre lagen. Doch mit Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar machten die Börsen einen Satz nach oben und zogen die Inlandspreise mit. Innerhalb weniger Wochen stieg Heizöl um über 66% auf den bisherigen Höchststand von 164,51 Euro am 7. April. Seitdem blieben die durchschnittlichen Preise im Bundesgebiet konstant über dem Niveau der letzten drei Jahre – und das teilweise sehr deutlich. Auch heute kosten 100 Liter Heizöl daher im Schnitt fast 47% mehr als im Vorjahr.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Naher Osten bleibt Konfliktherd
Die Konfliktsituation im Nahen Osten bleibt weiterhin Thema, denn die Sperrungen wichtiger Wasserstraßen sorgen trotz der jüngsten Waffenruhe auch weiterhin für Angebotsprobleme. So ist inzwischen nicht nur die Straße von Hormus gesperrt, auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen durch die vom Iran gestützten Huthi.
– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölprodukten am Weltmarkt aktuell deutlich.
– Angebotsausfälle in Kasachstan
Durch einen Drohnenangriff wurde schon letzte Woche ein wichtiger Export-Terminal im Schwarzen Meer beschädigt. An diesem wird üblicherweise der Großteil der Ölmengen aus Kasachstan exportiert. Durch den Ausfall an dem Hafen kommt es zu einem zusätzlichen Angebotsausfall, der am Ölmarkt die Preise stützt.
– Niedrige Wasserpegel und hohe Frachtraten
Die aktuelle Trockenheit sorgt seit Wochen dafür, dass die Binnenschifffahrt auf den deutschen Wasserstraßen immer schwerer wird. Je niedriger die Wasserpegel, desto weniger Ladung kann transportiert werden, was zu hohen Frachtraten und zu Problemen bei der Nachversorgung führt. Auch in den nächsten Tagen dürfte sich, trotz leichter Regenfälle, an dieser Situation nicht viel ändern.
Was spricht aktuell für sinkenden Preise?
– Neue Waffenruhe zwischen USA und Iran
Nach wochenlanger Eskalation schweigen die Waffen im Persischen Golf aktuell wieder. Am Markt weckt das die Hoffnung, dass die diplomatischen Kanäle zwischen den beiden Kriegsparteien wieder geöffnet werden können. Doch noch bleiben die Marktteilnehmer skeptisch, ist es doch beileibe nicht das erste Mal, dass eine Waffenruhe kurz hält, nur um dann wieder gebrochen zu werden.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 27.07.202

Die Spannungen und Unsicherheiten am globalen Ölmarkt reißen nicht ab und brachten die europäische Rohöl-Sorte Brent erstmals seit 2 Monaten auf einen Börsenpreis über 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Lieferausfälle und Engpässe für das „flüssige Gold“ werden mit der anhaltenden Dauer der Sperre der Straße von Hormus, sowie den weiteren Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland, immer deutlicher und wirken sich erheblich auf die Preisentwicklung am Markt aus.
Schiffsverkehr durch Straße von Hormus auf tiefstem Stand seit Mai
Die Seeroute der Straße von Hormus, südwestlich des Iran und nahe einer Vielzahl wichtiger Exporthäfen des Nahen Osten, ist weiterhin in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran verwickelt. Dabei kam es in den letzten beiden Wochen immer wieder zu Angriffen auf Handelsschiffe in der Wasserstraße, welche die Sicherheit des Frachtverkehrs schwer einschränken.
Dennoch versuchen Schiffe weiterhin die Meerenge zu passieren, um inmitten der explodierenden Ölpreise irgendwie die Versorgung ihrer Raffinerien und Bevölkerungen zu sichern. Doch die Zahl der Öltanker, die das Gefahrengebiet durchqueren, sinkt stetig und fiel Daten des Analyseunternehmen Kpler zufolge auf den tiefsten Stand seit 11 Wochen, da nur ein einziger Öltanker die Meerenge am Mittwoch durchquerte.
Schiffsverkehr durch das Rote Meer scheinbar weiterhin möglich
Knapp 2000 Kilometer weiter südwestlich, im Roten Meer, scheint der Schiffsverkehr durch das Rote Meer und die Meerenge von Bab el-Mandeb im Süden des Gewässers weiterhin möglich zu sein. Anfang der Woche kündigte die jemenitische Huthi-Miliz an, die Engstelle für saudische Schiffe zu blockieren, zur Wochenmitte griffen sie bestätigt ein Schiff aus Saudi Arabien an. Jedoch scheint der Verkehr für nicht-saudische Schiffe weiter freigegeben zu sein. So kreuzten am Donnerstag 32 Schiffe die Meerenge, gegenüber 26 Schiffe am Mittwoch, darunter auch 9 beladene Öltanker.
Heizölpreise steigen vor dem Wochenende leicht an
Die geopolitischen Spannungen und Engpässe am Markt aufgrund der Exporteinschränkungen aus dem Nahen Osten treiben die Ölpreise in den letzten Tagen weiter nach oben. Und auch wenn die Börsenpreise am Freitagmorgen moderate Abwärtsbewegungen anzeigen, muss aktuell mit Preisanstiegen bei Heizöl über +0,70 bis +1,70 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag gerechnet werden. Aufgrund der unsicheren Entwicklungen sind diese Preise jedoch nur näherungsweise Richtwerte und können sich jederzeit wieder ändern.

Die Angebotssorgen am Ölmarkt nehmen weiter zu, was vor allem an den geopolitischen Konflikten im Nahen Osten und der Ukraine liegt. Aber auch die Hurrikan-Saison über dem Atlantik, die zuletzt den Tropensturm Bertha hervorgebracht hat, trägt dazu bei, da Berthas Kurs den Prognosen zufolge direkt über den Ölanlagen im Golf von Mexiko und an der US-Golfküste verlaufen dürfte. Damit könnte der Tropensturm die Erholung der US-Ölbestände, die sich in den vergangenen beiden Wochen ergeben hatte, wieder in Gefahr bringen.
US-Ölbestände legten vergangene Woche erneut zu
Nachdem die Gesamtölreserven der USA (Rohöl und sämtliche Produkte) in der Woche zum 3. Juli noch auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gesunken waren, zeigten sie in den vergangenen beiden Wochen wieder Anzeichen einer Erholung. Während die landesweiten Rohölvorräte in der Woche zum 17. Juli laut dem gestern veröffentlichten Wochenbericht des US-Energieministeriums (DOE) ebenfalls zunahmen, bleibt die Bestandssituation im US-Zentrallager in Cushing (Oklahoma) jedoch kritisch, was einen Rückgang des US-Rohölpreises nach Erscheinen der Daten gestern verhinderte.
Die US-Rohölproduktion ging unterdessen vergangene Woche leicht zurück, nachdem sie in der Vorwoche noch im Bereich des Allzeithochs von 13,9 Mio. B/T, das sie bislang in der Wochenstatistik des DOE verzeichnet hat. Sollte nun Bertha nur langsam über die Ölanlagen im Golf von Mexiko hinwegziehen, könnte dies dazu führen, dass der Produktionsbetrieb stärker beeinträchtigt wird – und damit auch die Fördermengen. Aber auch beim Raffineriesektor entlang der US-Golfküste wären in diesem Falle mit stärkeren Einschnitten zu rechnen. So könnten Überschwemmungen und/oder Stromausfälle den Betrieb der Raffinerien behindern oder gar vollständig lahmlegen, was wiederum die Verfügbarkeit an Produkten dezimieren könnte.
Geopolitische Konflikte treiben Ölpreise weiterhin nach oben
Derweil bleiben die geopolitischen Konflikte ein Preistreiber an den Ölbörsen, zumal sich statt einer Deeskalation eher eine weitere Verschärfung der Lage abzeichnet. So drohte US-Präsident Trump dem Iran beispielsweise am gestrigen Mittwoch, dass die USA für jedes Schiff, das in der Straße von Hormus von iranischer Seite angegriffen werde, eine Brücke oder ein Stromkraftwerk im Iran zerstören würden. Teheran drohte wenig überraschend mit entsprechenden Vergeltungsmaßnahmen, sollte es soweit kommen.
In der Straße von Bab el-Mandeb, die das Rote Meer vom Golf von Aden trennt, haben die Huthi-Miliz mittlerweile mit der Seeblockade Saudi-Arabiens begonnen und erste Tanker angegriffen. Damit wird nun auch die Schifffahrt auf einer wichtigen Alternativroute zur Straße von Hormus zu einem Risiko, das vor allem das Ölangebot Saudi-Arabiens zusätzlich beeinträchtigen dürfte.
Heizölpreise ziehen weiter an
An den Ölbörsen zogen die Kontrakte heute Morgen daher erneut an. Während der Nordsee-Rohölkontrakt Brent zeitweise schon wieder die 100 Dollar-Marke ins Visier nahm, verringerte Gasoil den Abstand zum Hoch vom 6. Mai. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher der Bundesrepublik bedeutet dies, dass sie ebenfalls mit einem Preisanstieg rechnen müssen. So ist bei Heizöl mit Aufschlägen von +0,65 bis +1,25 Euro pro 100 Liter gegenüber Mittwochvormittag zu erwarten. Da die Preisentwicklungen aktuell jedoch sehr empfindlich sind und teils erhebliche Anstiege und Rückgänge erleben, sind die genannten Zahlen nur Richtwerte und können sich jederzeit ändern.

Im gestrigen Tagesverlauf wie auch am heutigen Mittwochmorgen bleiben die Energiemärkte angespannt. Krisenherde auf der ganzen Welt bringen Versorgungsengpässe bei Öl und dessen Produkten, was Börsenkurse und Handelspreise gleichermaßen weiter nach oben treibt. Mittlerweile gehen die Probleme jedoch über Kriege und Konflikte hinaus, da neben den Auseinandersetzungen im Nahen Osten und Russland nun auch ein Hurrikan durch Teile der US-Ölindustrie im Golf von Mexiko zieht.
Seeblockaden im Nahen Osten sorgen für Angebotsdruck
Der Seeweg „Straße von Hormus“ südlich des Iran ist und bleibt weiterhin im Zentrum der Spannungen. Fast täglich gibt es kriegerische Auseinandersetzungen rund um die Meerenge und immer wieder werden Handelsschiffe und Öltransporter, die versuchen die Route zu durchqueren, von Projektilen getroffen oder anderweitig von Explosionen erfasst. In den meisten Fällen gibt sich der Iran unschuldig und weißt darauf hin, dass die Schiffe oftmals ungefragt die Kreuzung der Meerenge wagten, oder auf einer nicht freigegebenen Position gefahren seien.
Mittlerweile breiten sich die Spannungen jedoch noch weiter aus. knapp zweitausend Kilometer weiter süd-westlich liegt das Rote Meer und in dessen Süden die Meerenge Bab el-Mandeb. Diese soll aktuell von der jemenitischen Huthi-Miliz bewacht werden und für den Schiffsverkehr aus Saudi Arabien gesperrt sein, nachdem das Land in den letzten Monaten große Teile seiner Ölexporte dorthin verlagert hat. Umleitungen über den Suezkanal wären auf dieser Strecke zwar möglich, machen die Öltransporte jedoch viel aufwendiger und teurer und sind daher eher unbeliebt.
Russland-Konflikt sorgt für Exportausfälle aus Kasachstan
In den letzten Tagen wurden mehrfach Schiffe am Schwarzmeerhafen von Noworossijsk im Südwesten Russlands, nahe der Krim, angegriffen. Dort steht auch das CPC-Terminal, die wichtigste Exportpipeline und Verladestelle Kasachstans für Ölexporte auf den Weltmarkt. Da dort immer wieder Schiffe angegriffen und damit auch das Verladeterminal in große Gefahr gebracht wurde, meldete Kasachstan bereits am Montag kurzzeitige, und am Dienstag mögliche längere Ölexportstopps, was die Versorgung am Weltmarkt noch weiter einschränkt.
Tropensturm Bertha kurz davor durch US-Ölanlagen zu ziehen
Das US-Hurricane Center gab in den letzten Tagen Warnungen vor dem US-Tropensturm Bertha, welcher sich aktuell von der Südwestküste Floridas in Richtung Texas bewegt. Mehr als 1000 Ölplattformen liegen auf dieser Route im nördlichen Bereich des Golf von Mexiko. Sollte Bertha seine Bewegungsrichtung beibehalten, könnte der Tropensturm durch hunderte davon ziehen. Ölproduzenten haben deshalb bereits mit Sicherungsmaßnahmen begonnen, um die Ölanlagen zu stabilisieren und mögliche Schäden auf ein Minimum zu reduzieren.
Heizölpreise steigen weiter an
Die geopolitischen Spannungen, gemeinsam mit den Sturmwarnungen im Süden der USA, sorgen am Ölmarkt für Unsicherheiten in der Energieversorgung. Das zieht sich bis in den deutschen Heizölmarkt, weshalb in der Bundesrepublik aktuell mit Preisanstiegen über +2,75 bis +3,35 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag gerechnet werden muss. Da die Preisentwicklungen aktuell jedoch sehr empfindlich sind und teils erhebliche Anstiege und Rückgänge erleben, sind die genannten Zahlen nur Richtwerte und können sich jederzeit ändern.
