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TANKEN - WASCHEN - MINERALÖLVERTRIEB - ANGELBEDARF - ALLES FÜR TIER - GARTEN - HAUS & HOF

Die Abwärtsbewegung der Ölpreise, inklusive Produkte wie Heizöl, bremste am Donnerstagabend wieder ab. Scheinbar kommt es weiterhin zu Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon, obwohl der Angriffsstopp ein wichtiger Konfliktpunkt für den Iran darstellte. Mittlerweile wurden die ursprünglich für heute geplanten, erweiterten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verschoben, weshalb die Preise an den Ölbörsen und damit auch bei Heizöl wieder leicht angestiegen sind.

Iran verschiebt weitere Friedensgespräche aufgrund Angriffe im Libanon
Während die Straße von Hormus heute eigentlich vollständig geöffnet werden sollte, und die zweite Verhandlungsphase zur Friedensfindung über das aktuell vorläufige Abkommen hinaus stattfinden sollte, brach der Iran seine Reise in die Schweiz für entsprechende Gespräche ab. Weitere Verhandlungen wurden dem iranischen Sender Al-Mayadeen zufolge ebenfalls vorübergehend ausgesetzt, bis der vom Iran geforderte Waffenstillstand auch im Libanon und von Israel eingehalten wird.

Bereits vor der Unterzeichnung des bisher bestehenden Rahmenvertrags betonte die Regierung Teherans, dass eine Fortsetzung der Friedensverhandlungen nur stattfinden wird, wenn Israel seine Kampfhandlungen und die Besetzung von Gebieten im Libanon beenden würde. Da die Angriffe sich jedoch noch über die letzten Tage fortsetzten, sollen vorerst keine weiteren Friedensgespräche zwischen dem Iran und der USA stattfinden, bis die Angriffe rund um den Libanon aufhören.

In direkter Folge rief US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend dazu auf, dass alle Parteien die Waffen ruhen lassen sollen. „Wir ermutigen alle Akteure im Nahen Osten, weiterhin dazu beizutragen, dass sich unsere (Friedens-)Verhandlungen auf wunderbare Weise entfalten können“, so Trump. „Wir erwarten einen vollständigen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich Libanon, Hisbollah und Israel“.

Nervöse Märkte aufgrund verzögerter Verhandlungen
Während sich die Frachtunternehmen bereits darauf vorbereiten, die Ölexportroute der Straße von Hormus im Nahen Osten zu durchqueren, nachdem diese im Rahmen des Nahostkonflikts seit März fast vollständig gesperrt war, kommt die Vorfreude auf freie Marktbewegungen jetzt wieder ins Stocken. Zwar wird davon ausgegangen, dass die Seeroute zeitnah wieder geöffnet wird, Unsicherheiten bleiben bei den Reedereien und Frachtunternehmen trotzdem, gerade da es bisher noch keine offizielle Öffnung durch den Iran gab, als auch keine Info dazu, ob noch Minen in der Meerenge liegen.

Heizölpreise steigen leicht an
Mit den Unsicherheiten aus dem Nahen Osten stiegen die Preise an den Rohölbörsen seit Donnerstagabend wieder leicht an. Das macht sich auch an den Heizölpreisen in der Bundesrepublik bemerkbar. Deshalb müssen Abnehmer von Heizöl aktuell mit moderaten Aufschlägen über +1,40 bis +2,00 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen. 

Eigentlich war eine feierliche Unterschriftenzeremonie in der Schweiz geplant, doch am Ende ging es dann ganz schnell und unglamourös: Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben gestern das vorläufige Abkommen zwischen den USA und Iran unterzeichnet. Die Ölpreise gaben in der Folge weiter nach und auch die Heizölpreise sind heute wieder etwas günstiger als gestern.

 

14-Punkte-Plan ist unterschrieben
Zu Journalisten sagte Trump nach einem Abendessen im Schloss Versailles am Rande des G7 Gipfels in Frankreich: „Hab’s grade unterzeichnet.“ Irans Außenministerium teilte mit, Trumps Amtskollege Peseschkian habe das Abkommen mit seiner digitalen Unterschrift versehen. In digitaler Form war das Abkommen, das 14 Punkte beinhaltet, bereits am Wochenende von US-Vizepräsident JD Vance und dem Chefunterhändler Irans unterzeichnet worden.

 

Straße von Hormus soll wieder frei befahrbar sein
Damit treten nun die im vorläufigen Abkommen ausgehandelten Beschlüsse in Kraft, darunter neben dem sofortigen Ende aller Militäroperationen auch die Öffnung der Straße von Hormus. So sollen die USA ihre Seeblockade gegen den Iran innerhalb von 30 Tagen vollständig beenden, der Iran verzichtet im Gegenzug auf Gebühren für die Durchfahrt der Meerenge und lässt alle Schiffe wieder frei passieren. Damit stünde der Wiederaufnahme der Exportströme durch die wichtige Handelsstraße zumindest auf dem Papier nichts mehr im Weg.

 

60 Tage Frist für endgültiges Abkommen
Die beiden Kriegsparteien haben nun laut Abkommen 60 Tage Zeit, eine endgültige Einigung zu erzielen. Diese würde dann auch konkrete Maßnahmen zum Umgang mit Irans Atomprogramm beinhalten, dem wohl größten Streitpunkt zwischen den beiden Ländern. Eine Verlängerung dieser Frist ist laut Abkommen aber möglich, sollten beide Parteien dafür stimmen.

 

Ende der Krise in Sicht – Ölpreise sinken
Für den Ölmarkt bedeutet der Fortschritt im Konflikt am Persischen Golf ein deutliches Aufatmen, denn die Chance, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nun mittelfristig wieder anlaufen kann, ist damit deutlich größer geworden. Vor dem Krieg wurden durch die Meerenge täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasbedarfs transportiert.

 

Der Exportstau, der mit der Sperrung der Wasserstraße Anfang März einher ging, hat eine der größten Energiekrisen der Geschichte ausgelöst und den Ölpreis teilweise auf über 100 Dollar katapultiert. Nun scheint allerdings eine Rückkehr zur Normalität zumindest theoretisch wieder möglich, so dass die Ölpreise nachgeben und ein Barrel der europäischen Referenzsorte Brent heute früh bei etwa 78 Dollar gehandelt wird.

 

Heizöl mit Abschlägen
Bei den Inlandspreisen sind ebenfalls leichte Preisabschläge spürbar, wobei hier die Unterschiede je nach Region weiterhin groß sind. Durchschnittlich fallen die Heizölpreise im Bundesgebiet heute um etwa -0,70 bis -1,30 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Morgen.

Der Fokus der Ölmärkte liegt fast vollständig auf den Entwicklungen rund um das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. Während hierzu noch eine gewisse Unsicherheit im Hinterkopf der Anleger verbleibt, setzen sich die Preisrückgänge an den Ölbörsen und damit am Markt weiterhin fort, in reger Erwartung auf eine volle Öffnung der Seeroute „Straße von Hormus“ ab Freitag.

Die große Frage der Minenräumung in der Straße vor Hormus
Schon früh im diesjährigen Konflikt rund um den Iran kündigten Militärkräfte und leitende Politiker des Landes an, man habe Seeminen in der Meerenge verteilt. US-Quellen meldeten zudem mehrfach entsprechende Sichtungen von aktiven Minenleger-Schiffen, weshalb effektiv davon ausgegangen werden muss, dass aktive Sprengkörper in der Straße von Hormus verlegt sind. Damit bleiben zwei Fragen – Wie viele, und wie schnell können sie geräumt werden?

Als entsprechende Anfragen an das US-Militärkommando Centcom gerichtet wurden, erklärten diese lediglich dass genauere Angaben hierzu nicht öffentlich besprochen werden dürften. Diese Unsicherheit sorgt insbesondere bei Fracht- und Versicherungsunternehmen für Unsicherheit. Ein weitgehend voll beladener „Supertanker“, welche oftmals Frachten über 100 Millionen Liter Öl oder Ölprodukte mit sich transportieren können, haben oftmals einen Wert um 300 Millionen Dollar, ganz zu schweigen vom Personal was sich auf den Schiffen aufhält.

Je nach Menge der gelegten Seeminen könnte eine Räumung mehrere Wochen dauern, einige Unternehmen erwarten sogar Verzögerungen von bis zu 50 Tagen. US-Präsident Trump hingegen erwartet eine volle Räumung der Seeroute bis Freitag, gefolgt von einer Öffnung der Schiffswege. Darauf hoffen die Märkte, Verbraucher und Unternehmen dementsprechend. Je früher die Versorgung sich erholt, desto besser für die Firmen und die Märkte, dennoch bleibt eine gewisse Nervosität im Hintergrund zu erkennen.

Iran bereitet eigene Exporte durch die Meerenge vor
Sehr viel entspannter reagiert die Schifffahrt des Iran, wo schon jetzt die ersten, offiziell sanktionierten Schiffe oder anderweitig iranisch-verbundenen Frachter die Meerenge der Straße von Hormus durchqueren, obwohl noch keine Freigabe für den Schiffsverkehr seitens der USA gegeben wurde. Noch letzte Woche ließ das US-Militär Schiffe mit iranischer Verbindung abschießen, um entsprechende Warentransporte aus dem Iran zu verhindern. Die Sorge vor solchen Aktionen scheint derzeit schon fast wie verflogen zu sein.

Unterzeichnung des US-Iran-Friedensabkommen Freitag in Bürgenstock
In der Praxis ist ein jetziger Abschuss entsprechender Schiffe auch höchst unwahrscheinlich, immerhin könnten zu scharfe Drohgebärden oder direkter Waffeneinsatz dafür sorgen, dass der Iran seine Freigabe des Friedensabkommens wieder zurückziehen könnte. Dieser geplante Vertrag, als eine Art vorläufiger Plan auf Friedensfindung und entsprechendes Bekenntnis zwischen den Regierungsvertretern des Iran und der USA, soll am Freitag im schweizerischen Bürgenstock unterzeichnet werden.

Heizölpreise sinken weiter
Die Märkte stellen sich weitgehend darauf ein, dass die Ölversorgung durch die Straße von Hormus in den kommenden Wochen zügig wiederhergestellt wird. Dadurch sanken die Preise für Ölprodukte am Dienstag weiter, weshalb die Abnehmer von Heizöl auch heute mit leichten Preisabschlägen rechnen können. Diese liegen im Bundesgebiet aktuell bei durchschnittlich -0,65 bis -1,25 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstagvormittag.

Am gestrigen Montag kam es an den Ölbörsen zu einem nennenswerten Preisrutsch, da sich die USA und der Iran am Wochenende auf ein Friedensabkommen geeinigt hatten. Die Unterzeichnung des Abkommens soll am Freitag erfolgen, ebenso wie die Freigabe der Straße von Hormus sowohl durch die USA, als auch durch den Iran. Nach dem gestrigen Preisrückgang kehrte zunächst allerdings erst einmal Zurückhaltung an den Ölbörsen ein, da bis Freitag noch viel passieren kann und mit der Öffnung der Straße von Hormus auch nicht von heute auf morgen die Angebotsausfälle ausgeglichen werden würden, die durch die Maßnahme verursacht wurden.

 

Normalisierung der Versorgung über Straße von Hormus wird dauern
„Der Weg zurück zu normalen Versorgungsströmen ist alles andere als einfach“, meint auch Analyst Tony Sycamore von IG. Die Räumung von Seeminen in der Meerenge, die Wiederherstellung eines umfassenden Versicherungsschutzes für die Schifffahrt sowie des Vertrauens von Reedereien und Besatzungen in die sichere Schifffahrt auf der Route über die Straße von Hormus, würden Zeit in Anspruch nehmen, so Sycamore. Gleiches gelte für die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Förderanlagen und die Reparatur beschädigter Infrastruktur in der Region.

 

60-tägige Frist für Verhandlung von Atomabkommen
Wurde das Friedensabkommen erst einmal von beiden Seiten unterzeichnet, wollen Washington und Teheran binnen 60 Tagen auch ein neues Atomabkommen unter Dach und Fach bringen. Dies ist ein ambitioniertes Ziel, denkt man daran zurück, wie lange die 5+1 Mächte des UN-Sicherheitsrats und der Iran benötigt haben, um das Abkommen von 2015 auszuhandeln.

 

Schonfrist bei geplanter Transitgebühr für Straße von Hormus
Mit Blick auf die Straße von Hormus hieß es aus iranischen Kreisen Anfang der Woche, dass internationale Handelsschiffe, die in den 60 Tagen, in denen die Gespräche stattfinden, durch die Wasserstraße fahren, keine Gebühren für den Transit zahlen müssen. Danach wollen Iran und Oman allerdings für die Durchfahrt durch die Meerenge Gebühren für bestimmte Dienstleistungen verlangen, wie beispielsweise Sicherheit, Navigation oder auch Versicherung.

 

Heizöl günstiger erwartet
Mit Handelsauftakt an den europäischen Rohstoffbörsen geben die Ölfutures an der ICE nun weiter nach, was sich auch in den Erwartungen für die Inlandspreise widerspiegelt. So können Verbraucherinnen und Verbraucher im bundesweiten durchschnitt derzeit bei Heizöl mit Abschlägen von -0,90 bis -1,50 Euro pro 100 Liter gegenüber Montagvormittag rechnen. Dabei wird die Preisentwicklung der kommenden Stunden und Tage weiterhin maßgeblich von den Schlagzeilen zum Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran abhängen, stärkere Schwankungen sind daher je nach Nachrichtenlage nicht auszuschließen.

Nachdem sich in den vergangenen Wochen immer wieder neue Spannungen im Nahen Osten, aber auch Annäherungen zwischen den USA und dem Iran gemeldet wurden, war es am Wochenende endlich so weit. Beide Seiten meldeten ein gemeinsames, vorläufiges Friedensabkommen, welches offiziell am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Die Erdölpreise sanken in direkter Folge auf ein 2-Monats-Tief, auch Heizöl und andere Ölprodukte wurden in den letzten Tagen deutlich günstiger.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die geopolitischen Entwicklungen der vergangenen Woche brachten deutliche Preisrückgänge bei Heizöl. So sorgte die endgültige Bestätigung eines vorläufigen Friedensabkommens durch beide Seiten für einen kleinen Preisrutsch am Wochenende. In direkter Folge kostet Heizöl in der Bundesrepublik derzeit -2,88 Euro pro 100 Liter weniger als vergangenen Freitag. Mit Blick auf vor einer Woche, als sich die Anzeichen auf Annäherungen der beiden Länder verdichteten, zahlen Abnehmer heute -12,92 Euro weniger als vor einer Woche, und -16,95 Euro weniger als Mitte Mai.

Langfristige Preisentwicklung
Verglichen mit der frühen Iran-USA-Konfliktzeit vor drei Monaten können Käufer von Heizöl aktuell mit Abschlägen von -25,69 Euro pro 100 Liter rechnen, entsprechend einem Preisrückgang von -18,3 Prozent. Blickt man weiter zurück zur Zeit vor den Auseinandersetzungen im Nahen Osten ist jedoch klar, dass die Preise weiterhin erhöht und angespannt bleiben. Entsprechend sind die aktuellen Heizölpreise +22,81 Euro teurer als Mitte Juni 2025, und +16,20 Euro höher als noch Mitte 2024.

 

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Russische Ölproduktion nach ukrainischen Angriffen eingeschränkt
Die Ukraine hält weiterhin ihre Angriffe gegen die russische Ölindustrie aufrecht. Nachdem die Situation die längste Zeit heruntergespielt wurde bestätigen mittlerweile auch russische Politiker, dass Ölproduktion und Rohölverarbeitung in diesem Jahr bisher deutlich gefallen sind.

Ölreserven schwinden in Rekordtempo
Recherchen und Analysten von Goldman Sachs zufolge sanken die weltweiten Rohölvorräte in den letzten Monaten drastisch. Der Mangel an Öl könnte in manchen Ländern und Regionen Versorgungsengpässe und deutliche Preisanstiege für Ölprodukte mit sich bringen.

Was spricht aktuell für sinkenden Preise?

– USA und Iran einigen sich auf vorläufiges Abkommen
Die USA und der Iran bestätigten, dass ein vorläufiges Friedensabkommen entschieden wurde. Es soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden und, unter anderem, eine Öffnung der Ölexporte aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus mit sich bringen.

– US-Energieministerium bietet weiterhin Rohöl aus staatlichen Reserven an
Das US-Energieministerium DOE bestätigte vergangene Woche die Freigabe von 40 Mio. Barrel Rohöl an US-Unternehmen. Die Freigaben könnten die Nachfrage am offenen Markt teilweise reduzieren und Ölpreisanstiege anteilig abfedern.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 15.06.2026

Die Preise an den Ölbörsen fanden sich gestern in deutlichen Schwankungen wieder, nachdem erst für Freitagnacht neue, umfassende Angriffe auf iranische Stellungen angekündigt, jedoch am Donnerstagabend wieder abgesagt wurden. Angeblich sei man erneut kurz vor einer Friedensfindung, das dafür relevante Abkommen könnte noch dieses Wochenende fertig unterzeichnet werden. Der Iran widerspricht den Aussagen. Entsprechend bleibt eine gewisse Unsicherheit am Markt, auch wenn der Optimismus nach den deutlichen Aussagen des US-Präsidenten derzeit überwiegt.

USA: Verhandlungsparteien stimmen einem Abkommen zu
Während US-Präsident Donald Trump am Donnerstagmittag neue, besonders harte Angriffe gegen den Iran ankündigte, drehte sich der Wind, als er am Abend die Angriffe absagte. Alle an den Gesprächen zwischen den USA und Iran beteiligten Parteien hätten einem Abkommen zugestimmt, welches schon in den nächsten Tagen unterzeichnet werden könnte. „Die Gespräche und die abschließenden Punkte wurden – sowohl in ihren Grundzügen als auch im Detail – von allen beteiligten Parteien gebilligt“, so der US-Präsident auf seiner Kurznachrichtenplattform Truth Social.

Iran: Kein Text für ein Abkommen gebilligt
Während aus Washington damit absolute Positivität geteilt wird, erklärte die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Fars, dass der Iran noch keinem Text für ein entsprechendes Abkommen zugestimmt habe. Demnach habe der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, grundsätzlich zugestimmt, dass es entsprechende Dokumente kurz vor der Finalisierung gäbe, diesen jedoch noch nicht zugestimmt wurde. Gleichzeitig würde man keine Kompromisse zu den eigenen Zielen und Punkten machen. Was diese genau sind, wurde jedoch nicht genannt.

Heizöl zum Wochenendbeginn günstiger erwartet
Nach den Meldungen aus den USA gab es an den Ölbörsen im Verlauf des gestrigen Abends deutliche Abwärtsbewegungen, welche sich heute auch am Heizölpreis bemerkbar machen. So profitieren Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik am Freitagvormittag von deutlichen Abschlägen über -3,20 bis -3,80 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag. Dabei wird die Preisentwicklung der kommenden Stunden und Tage deutlich davon abhängig sein, ob bzw. wann und wie schnell ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet wird, entsprechend starke Schwankungen sind je nach Nachrichtenlage also möglich.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA schaukeln sich erneut hoch. Die wiederholten Eskalationen und Anfeindungen der beiden Länder nahmen insbesondere in den letzten 36 Stunden drastisch zu. Während der Ölmarkt dadurch zwar etwas nervös und leicht aufgeschreckt reagiert, bleiben die Auswirkungen auf den Ölpreis, trotz einer angedrohten Vollsperre der Handelsroute „Straße von Hormus“, im Verhältnis zum frühen Konfliktverlauf eher moderat.

USA fährt Angriffe gegen Iran hoch
Nachdem es bereits in der Nacht zum Mittwoch zu Angriffen der USA gegen iranische Stellungen kam, aufgrund eines iranischen Angriffs gegen einen amerikanischen Militärhubschrauber, setzten sich die Eskalationen in der Nacht zum Donnerstag wieder fort. So erklärte das US-Zentralkommando Centcom, man habe auf Befehl von US-Präsident weitere Angriffe gegen iranische Ziele gestartet. Diese Angriffe seien „einer Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans“.

Iran droht mit Vollsperrung der Straße von Hormus
Iranischen Aussagen zufolge soll die Durchfahrt durch die Straße von Hormus aufgrund der „veränderten Sicherheitslage“ im Rahmen der wachsenden Eskalationen für jegliche Formen des Handels und der Schifffahrt „mit sofortiger Wirkung“ gesperrt werden. So soll jedes Schiff angegriffen werden, das die für den internationalen Handel wichtige Wasserstraße zwischen dem Nahen Osten und dem indischen Ozean zu durchfahren versuche. Die USA widersprach den Angaben des Iran und erklärte, dass es keine Vollsperrung gebe.

Auswirkung auf die Ölbörsen sehr verhalten
Hatten solche Ankündigungen durch den Iran in den vergangenen Monaten noch für rasante Preisanstiege bei den Ölmärkten gesorgt, bleib die Reaktion in den letzten beiden Tagen eher verhalten. So gab es in der Nacht zum Donnerstag zwar moderate Preisanstiege an den Börsen, diese verfielen bis zum Vormittagshandel jedoch schon wieder zu großen Teilen. Es scheint als wären die Märkte mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem Drohungen alleine nicht mehr ausreichen, um nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklungen zu nehmen.

Heizölpreise mit leichten Aufschlägen erwartet
Die aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt brachten in der Nacht zum Donnerstag deutliche Preisanstiege an den Ölbörsen, welche jedoch schon zu großen Teilen wieder verfallen sind. Nichtsdestotrotz muss am Donnerstagvormittag mit leichten Aufpreisen beim Kauf von Heizöl in der Bundesrepublik gerechnet werden. Diese werden aktuell bei etwa +1,50 bis +2,10 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwochvormittag erwartet.

Jeden Monat veröffentlicht die U.S. Energy Information Administration (EIA), ein Zweig des amerikanischen Energieministeriums, ihren Bericht zum Stand des globalen Ölmarktes. Er gilt als eine der wichtigsten unabhängigen Quellen für aktuelle Energiedaten und wird jeden Monat mit Spannung erwartet. Der gestern veröffentlichte Juni-Bericht zeigt, dass die EIA die Auswirkungen des Krieges am Persischen Golf im laufenden Jahr dramatischer einschätzt als noch vor vier Wochen, allerdings rechnet sie auch mit einer schnellen Erholung in 2027.

 

Nahost-Krise belastet länger als gedacht
Die Krise im Nahen Osten wird mit der Sperrung der Straße von Hormus den Markt wohl länger und härter treffen als bisher angenommen, das geht aus dem gestrigen Zahlenwerk der EIA klar hervor. So hat die Behörde die Prognosen zur globalen Ölproduktion 2026 wegen der Ausfälle im Nahen Osten auf durchschnittlich 98,99 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert. Zum Vergleich: der globale Ölverbrauch 2025 betrug 106,07 Millionen Barrel täglich.

 

Insgesamt rechnet die EIA mit einer Unterversorgung von fast 4 Millionen Barrel täglich. Der Markt bleibt damit nicht nur länger als erwartet, sondern auch in der physischen Verfügbarkeit knapper versorgt, was die Ölpreise verteuert. So hat die EIA ihre Ölpreisprognosen für das laufende Jahr noch einmal deutlich nach oben korrigiert.

 

Normalisierung und Überversorgung schon 2027 
Auf der anderen Seite aber geht man bei der EIA davon aus, dass die Unterversorgung 2026 nur eine „Delle“ darstellt. Diese ist zwar größer und tiefer als bisher angenommen, doch schon 2027 rechnet die US-Behörde dann wieder mit einer schnellen Rückkehr zum Normalzustand. Aus der Unterversorgung könnte dann schon im nächsten Jahr eine Überversorgung in Höhe von +4,00 Millionen Barrel täglich werden.

 

Auch preislich wird sich dies dann stark auswirken: Im ersten Quartal 2027 wird der Durchschnittspreis der europäischen Referenzsorte Brent bei 83,95 US-Dollar gesehen. Dieser soll bis zum vierten Quartal 2027 dann auf 75,00 US-Dollar absinken. Aktuell notiert Brent an der Ölbörse in London bei ca. 92 US-Dollar.

 

Inlandspreise etwas günstiger
Auch die Heizölpreise im Bundesgebiet fallen heute wieder etwas niedriger aus als gestern morgen. Verbraucherinnen und Verbraucher können heute – je nach Region – von Abschlägen von ca. -1,40 bis -2,00 Euro/100l zu Dienstagvormittag profitieren.

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem die Rohölpreise an den Ölbörsen dies- und jenseits des Atlantiks am Montagvormittag noch gestiegen waren, kam es am Nachmittag zu einem Preisrutsch. Dieser wurde ausgelöst durch die Mitteilung des Zentralkommandos des iranischen Militärs, dass die Islamische Republik ihre Vergeltungsschläge gegen Israel für dessen Angriffe vom Wochenende beendet habe. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu gab nach einem Telefonat mit US-Präsident Trump bekannt, Israel werde seine Angriffe auf Ziele im Iran vorerst auch einstellen. Für Posten der Hisbollah-Miliz im Libanon galt dies jedoch nicht.

 

Lage bleibt angespannt
Wenngleich die Vergeltungsmaßnahmen Irans abgeschlossen sind, warnte das Zentralkommando des Militärs gestern, dass „viel härtere und zerstörerischere Maßnahmen“ folgen würden, sollte Israel weiterhin Angriffe auf Ziele in der Islamischen Republik oder auch im Libanon durchführen. Israels Premierminister teilte allerdings wenig später mit, man werde auch weiterhin Ziele im Libanon ins Visier nehmen, sollte die Hisbollah israelische Siedlungen angreifen.

 

Trump rechnet mit zügigem Abschluss der Verhandlungen mit Iran
US-Präsident Trump schrieb in einem Post auf seiner Kommunikationsplattform am Montagnachmittag, Israel und Iran würden einen „sofortigen“ Waffenstillstand anstreben und teilte darüber hinaus mit, dass es „abschließende Verhandlungen“ zwischen Washington und Teheran gebe, die zügig abgeschlossen werden dürften. Bis es eine „endgültige Einigung“ gebe, werden die USA die Blockade der Straße von Hormus laut Trump jedoch aufrechterhalten.

 

Inlandspreise nach gestrigem Preisrückgang an den Ölbörsen günstiger erwartet
Heute Morgen setzten die Kontrakte an den Ölbörsen die Abwärtskorrektur von gestern Nachmittag fort. Bei den Inlandspreisen macht sich dies heute ebenso bemerkbar, wie der Euro, der nach seinem Rutsch auf 1,15 Dollar gestern Nachmittag wieder Boden gutmachen konnte und sich im bisherigen Handel heute Vormittag als stabil erweist. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können im Vergleich zu Montagvormittag daher mit weiteren Abschlägen von ca. -4,20 bis -5,20 Euro pro 100 Liter Heizöl rechnen.

Neue Woche – Gleiches Spiel. Die Ölmärkte sehen sich mit stark schwankenden Ölpreisen konfrontiert, da Hoffnungen auf zeitnahe Friedensabkommen im Nahen Osten aufgrund neuer Angriffe zwischen dem Iran und Israel vorerst verflogen sind. In direkter Konsequenz stiegen die allgemeinen Ölpreise wie auch die Heizölpreise in der vergangenen Woche teils deutlich an. Mittlerweile besteht der Nahost-Konflikt seit mehr als 3 Monaten, eine eindeutige und klare Friedensfindung scheint noch nicht in Sicht.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Da am vergangenen Wochenende neue Angriffe zwischen dem Iran und Israel gemeldet wurden, stiegen die Unsicherheiten am Ölmarkt, weshalb sich auch die Heizölpreise zum Wochenbeginn um +4,52 Euro pro 100 Liter gegenüber Freitagabend erhöhten. Verglichen mit dem Montag der Vorwoche sorgte dies sogar für Preisanstiege um +6,51 Euro. Dennoch blieb Heizöl etwas günstiger als noch vor einem Monat, als die geopolitischen Spannungen noch schärfer waren als zuletzt. Entsprechend sind derzeit leichte Preisabschläge von durchschnittlich -2,20 Euro gegenüber der zweiten Maiwoche zu verzeichnen.

Langfristige Preisentwicklung
Blicken wir auf die langfristige Preisentwicklung, sind die durchschnittlichen Heizölpreise in der Bundesrepublik pro 100 Liter derzeit -2,54 Euro günstiger als vor 3 Monaten, kurz nach Beginn des weiterhin anhaltenden US-Iran-Konflikts. Schaut man jedoch noch weiter zurück und auf die Vorjahre, wird deutlich, wie stark die Heizöl-Preisanstiege aufgrund der anhaltenden Markteinschränkungen und Auseinandersetzungen ausfallen. So kostet Heizöl derzeit, verglichen mit dem Vorjahresmonat, +42,63 Euro mehr pro 100 Liter. Gegenüber Juni 2024 sind Aufschläge von +34,75 Euro zu sehen.

 

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Erste Raketenangriffe des Iran gegen Israel seit April
Während ein Friedensabkommen der USA mit dem Iran weiter ausbleibt, verschärften sich zuletzt die Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und Israel. Dabei kam es erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April zu iranischem Raketenbeschuss gegen Israel, gefolgt von Vergeltungsschlägen aus Israel.

– Russland meldet sinkende Ölproduktion
Die Ukraine hält weiterhin ihre Angriffe gegen die russische Ölindustrie aufrecht. Nachdem die Situation die längste Zeit heruntergespielt wurde bestätigen mittlerweile auch russische Politiker, dass Ölproduktion und Rohölverarbeitung in diesem Jahr bisher deutlich gefallen sind.

Was spricht aktuell für sinkenden Preise?

– Ölproduzenten im Nahen Osten setzen auf Nicht-Hormus-Exporte
Der Iran kontrolliert große Teile der Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransitrouten weltweit. Um die Exporte aus dem Nahen Osten aufrecht zu erhalten, suchen und bauen mehrere Länder nun Pipelines, um Umleitungen um die Seeroute bei Hormus zu ermöglichen.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 08.06.2026