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An den Ölbörsen ging es zum Wochenstart gestern erst einmal deutlich nach unten. Dies war hauptsächlich den Anzeichen für eine Annäherung zwischen den USA und Iran geschuldet, nachdem die Möglichkeit eines US-Militärschlags gegen das Mullah-Regime in der vergangenen Woche zeitweise noch für stark steigende Preise gesorgt hatten.

Iran und USA wollen reden
Wieder einmal waren es Äußerungen von US-Präsident Trump, die die Preise der Kontrakte an den Ölbörsen am gestrigen Montag sinken ließen. Dieser hatte am Wochenende behauptet, die iranische Regierung wolle „ernsthaft“ mit Washington reden. Zuvor hatte bereits der Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Laridschani, von Vorbereitungen für Verhandlungen gesprochen.

Bei diesen wird es allerdings nicht mehr ausschließlich um die Reaktion Teherans auf die jüngsten Proteste im Iran gehen, die im Dezember ausgebrochen waren und von der iranischen Regierung gewaltsam niedergeschlagen wurden, sondern auch wieder einmal um das Atomprogramm der Islamischen Republik.

Erste Gespräche am Freitag in der Türkei geplant
Am Freitag dieser Woche soll es nun Berichten zufolge erste Gespräche zwischen dem US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi im türkischen Istanbul geben. Sollten diese halbwegs erfolgreich verlaufen, dürfte wieder ein längerer Verhandlungsprozess folgen. Die Gefahr, dass der Iran in Reaktion auf einen Militärschlag der USA die Meerenge von Hormus blockieren könnte, scheint jedoch zumindest vorerst gebannt.

Die Straße von Hormus ist für den auf dem Seeweg abgewickelten internationalen Ölhandel enorm wichtig, da täglich rund 21 Mio. Barrel Öl die Route die Meerenge passieren. So führte das nachlassende Risiko einer Blockade dieses Nadelöhrs an den Ölbörsen gestern denn auch dazu, dass die Trader den Risikoaufschlag, den sie zuvor diesbezüglich eingepreist hatten, wieder deutlich reduzierten.

Inlandspreise günstiger
Der starke Preisrückgang, zu dem es gestern an den Ölbörsen kam, wirkt sich auch heute Morgen noch auf die regionalen Heizölpreise aus. So können Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell im Vergleich zu Montagvormittag durchschnittlich mit rund -1,10 bis -1,50 Euro pro 100 Liter niedrigeren Preisen rechnen.

Weltpolitische Spannungen sind aktuell immer noch der Haupteinfluss bei den Heizölpreisen. Dementsprechend kam es heute zu einem moderaten Preisrutsch, als der Spannungsherd Iran-USA sich zum Wochenende wieder etwas beruhigte. Damit sind die Preisanstiege der vergangenen Tage schon wieder fast eingeholt, dennoch ist Heizöl aktuell noch immer deutlich teurer als zum Jahreswechsel. Verglichen mit den Vorjahren bleibt ein deutlicher Abwärtstrend bei den Heizölpreisen bestehen.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Über die letzten Tage gab es bei den Heizölpreisen ein reges Auf- und Ab. Dadurch ist Heizöl heute im Vergleich zum Freitag knapp -1,85 Euro günstiger als vergangenen Freitag, dabei aber nahezu genauso teuer wie vorherigen Montag. Die allgemeinen kurz- bis mittelfristigen Preisanstiege machen sich jedoch besonders im Vergleich zu Januar-Anfang bemerkbar. Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik zahlen heute durchschnittlich +4,31 Euro mehr als am Jahresanfang.

Langfristige Preisentwicklung
Die aktuellen Heizölpreise sind nahezu identisch mit den Zahlen von vor drei Monaten. Gemeinsam mit den deutlichen Preisentwicklungen der letzten Wochen verdeutlicht das nur nochmal, wie volatil die Preisentwicklungen zuletzt wirklich waren. Der allgemeine Abwärtstrend über die Jahre hinweg bleibt weiter vorhanden. So zahlen Abnehmerinnen und Abnehmer im deutschen Bundesgebiet aktuell durchschnittlich -4,59 Euro weniger als vor einem Jahr, und -13,43 Euro weniger als vor 2 Jahren.

 

 

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Wetterbedingte Ausfälle in den USA
Die Winterausfälle und Schneestürme in den USA gehen in die nächste Runde. Zu starke Kälte schränkt hier vereinzelt die Ölproduktionen ein und sorgt damit für regionale Engpässe, welche auch den Weltmarkt belasten.


Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Näherungsversuche zwischen USA und Iran
Zwischen den USA und dem Iran kam es in der vergangenen Woche zu hitzigen Diskussionen und Drohungen. Nun versuchen sich beide Seiten friedvoll wieder anzunähern, was erste Sorgen zu den Ölexporten aus dem Nahost-Raum lindert.

– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Mit allgemeinen Entspannungen am internationalen Ölmarkt rutscht der Fokus wieder ein Stück weit auf die erwartete Überversorgung am Ölmarkt. Diese wird von einigen Instituten auf mehr als 3 Mio. Barrel pro Tag geschätzt, was ein deutliches Überangebot im Vergleich zur Nachfrage verursachen würde.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 02.02.2026

Der Freitagvormittag begann bei den Ölbörsen mit erheblichen Preisrückgängen, nachdem ebendiese gestern Abend nochmal erheblich in die Höhe geschossen sind. Eine allgemeine Unsicherheit bei den Märkten und Händlern lässt sich aktuell weiterhin beobachten, denn sowohl der starke Wintereinbruch, als auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran halten die Ölmärkte im Griff und sorgen für massive Unruhen.

Iran und USA verschärfen gegenseitige Drohungen
Bereits seit den 50er Jahren kommt es immer wieder zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Iran und den USA. Zuletzt flammte diese Anspannung mit der gewaltsamen Unterdrückung von Protestierenden im Iran Ende Dezember wieder auf. Seitdem meldete Trump mehrmals, er werde die unterdrückte Bevölkerung unterstützen.

Öffentlichen Meldungen zufolge soll die gewaltsame Verdrängung der Proteste mittlerweile nachgelassen haben, dennoch drohte der US-Präsident in den vergangenen Tagen wieder damit, dass eine „massive Armada“ amerikanischer Streitkräfte auf dem Seeweg in Richtung Iran ist. Während Trump weiter gegen das iranische Atomprogramm wettert, kommen aus Insiderkreisen zudem Infos, dass auch gezielte, militärische Angriffe gegen das Regime im Iran in Erwägung gezogen werden. Und auch der Iran droht bei steigenden Aggressionen mit Vergeltung gegen die USA.

Straße von Hormus im Fokus
Angriffe auf den Iran und die umliegenden Länder könnten ohne Frage direkten Einfluss auf die Ölproduktion in der Region haben, sehr viel gefürchteter ist jedoch eine Sperre der Straße von Hormus. Das ist eine Meerenge zwischen dem Iran, den vereinigten Arabischen Emiraten und Oman, welche an den schmalsten Stellen nur wenige Kilometer breit ist. Sie ist eine der wichtigsten Durchgangsrouten für Waren aus dem nahen Osten.

Da knapp 20 Prozent der weltweiten Öltransporte durch die Straße von Hormus laufen, wäre eine Sperre des Durchgangs durch den Iran fatal für die weltweite Ölversorgung. Und damit droht der Iran gerne, so auch aktuell, falls die USA militärische Übungen oder Drohungen gegen das Land ausführen sollte. Zwar kam es bisher noch nie zu einer umfassenden Sperre der Handelsroute, doch alleine die Angst davor lässt die Preise an den Ölbörsen bei Unruhen nach oben schießen, so auch aktuell.

Inlandspreise etwas teurer
Die Sorgen und Unruhen an den Ölbörsen wirken sich weiterhin auch auf die regionalen Heizölpreise aus, wenn auch nicht so deutlich heute. So zahlen Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell durchschnittlich rund +0,15 bis +0,55 Euro pro 100 Liter mehr als noch am Donnerstagvormittag.

Die kalten Temperaturen in weiten Teilen Europas aber auch der USA geben den Preisen an den Ölbörsen weiterhin Auftrieb. Hinzu kommen nun noch erneute Drohungen von US-Präsident Trump gegenüber dem Iran, die wieder einmal die Befürchtungen wecken, dass Trump mit einem Militärangriff gegen die Islamische Republik für Ausfälle des Ölangebots Irans, aber auch anderer Nahost-Staaten sorgen könnte. Daher wird an den Ölbörsen mittlerweile wieder ein leichter Risikoaufschlag mit einkalkuliert.

Trump droht Iran erneut mit Militärschlag
Mitte des Monats hatte es noch so ausgesehen, als wäre das Risiko eines US-Militärschlags gegen das Mullah-Regime im Iran abgewendet. Donald Trump hatte verkündet, Teheran habe ihm versprochen, nach der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran keine Hinrichtungen von Demonstranten vorzunehmen und auch niemand mehr bei Protesten getötet werde.

Statt eines Militärschlags wählte Washington dann die Erweiterung der Sanktionen gegen den Iran. Ende letzter Woche nahmen die Spannungen dann wieder zu, als der US-Präsident mitteilte, eine ganze Armada an Kriegsschiffen in Richtung des Nahen Ostens geschickt zu haben, für den Fall, dass Teheran nicht Wort hält. Seither ist wieder Säbelrasseln angesagt, das gestern in einer Mitteilung kulminierte, die Trump auf seiner Kommunikationsplattform Truth Social veröffentlichte.

In dieser warnte der US-Präsident die iranische Regierung, diese habe nicht mehr lange Zeit, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dann drohte Trump mit einem „weitaus schlimmeren“ Angriff, als dem, den die USA im vergangenen Juni im Zuge des israelischen Luftangriffs auf Irans Atomanlagen durchgeführt hatten, sollte es sich nicht bereit für Verhandlungen zeigen.

Trotz westlicher Sanktionen war der Iran 2025 mit einer Fördermenge von durchschnittlich 3,3 Millionen Barrel pro Tag immer noch der drittgrößte Rohölproduzent der OPEC (Quelle: OPEC Monthly Oil Market Report Januar). Bei einem Militärschlag der USA gegen das Land könnte es aber nicht nur zu Ausfällen des iranischen Ölangebots selbst kommen. Auch das Angebot aus anderen Ländern der Region, wie beispielsweise Saudi-Arabien oder Irak, könnte in Mitleidenschaft gezogen werden – je nach dem, wie stark diese in den Konflikt mit hineingezogen werden.

Inlandspreise erneut teurer
Der aktuell im Vergleich zum Dollar starke Euro kann nur bedingt verhindern, dass sich die Preisanstiege an den Ölbörsen auch auf die Inlandspreise übertragen. Dies liegt daran, dass die Kontrakte für Rohöl und Gasöl an der ICE in der US-Währung gehandelt werden und bei einem schwächeren Dollar die Nachfrage nach den Kontrakten seitens der Trader aus dem Euroraum zunimmt und wiederum die Preise der Kontrakte steigen lässt. Dementsprechend müssen Abnehmerinnen und Abnehmer in Deutschland aktuell mit leichten Preisanstiegen von durchschnittlich +0,85 bis +1,25 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwochvormittag rechnen.

München (ots) – Nachdem die Kraftstoffpreise einige Wochen lang auf einem zu hohem Niveau lagen, bewegt sich nun zumindest der Benzinpreis wieder abwärts. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,736 Euro und damit 0,6 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel kostet wie bereits in der Vorwoche im Schnitt 1,698 Euro.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ist im selben Zeitraum von rund 65 US-Dollar auf knapp unter 68 US-Dollar gestiegen. Dieser Effekt führt – isoliert betrachtet – zu höheren Preisen an den Zapfsäulen. Dass der Preis für Benzin dennoch nachgegeben hat, kann als Indiz für zu hohe Preise in den vergangenen Wochen gesehen werden. Getrieben wird der höhere Ölpreis vor allem durch Sorgen vor einem möglicherweise eskalierenden Konflikt im Iran. Im Wochenvergleich notiert der Euro zum US-Dollar ebenfalls deutlich stärker und erreichte damit sogar den höchsten Stand seit Juni 2021. Ein festerer Eurokurs mildert die Auswirkungen eines steigenden Ölpreises für die Autofahrerinnen und Autofahrer grundsätzlich ab.

Der ADAC empfiehlt, nach Möglichkeit abends zu tanken, denn dann sind die Kraftstoffpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.

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Der Winter zeigt weiterhin sein kaltes Gesicht und sorgt in Deutschland und Europa, aber auch in den USA für erheblichen Frost. Da die Kälteeinbrüche noch eine Weile bleiben werden, steigen auch die Preise an den US-Ölbörsen, da stellenweise die Exporte und Ölproduktionen durch Frost und Eis eingeschränkt werden. Und auch bei uns in Europa und Deutschland werden die Ölexporte und deren Entwicklung genauer erwartet, auch wenn der Fokus hier eher bei der Wiederaufnahme der kasachischen Ölproduktion liegt.

Tengiz-Ölfeld wird wieder hochgefahren
Vor 10 Tagen meldeten verschiedene Quellen, dass der Betrieb am größten Ölfeld Kasachstans, Tengiz, aufgrund von Schäden und Bränden an mehreren Stromgeneratoren abgestoppt werden musste. Vorgestern dann das Aufatmen, die Produktion an Tengiz und den nahen, kleineren Ölfeldern wird wieder hochgefahren. Aber wie lange soll das ganze dauern? Hier sind sich Insiderquellen und Politiker uneinig.

Gestern meldeten verschiedene, anonyme Insider, dass die Produktion innerhalb der nächsten 10 Tage wieder bei der Hälfte des sonst möglichen Durchsatzes ankommen soll. Darüber hinaus konnten keine Pläne oder Schätzungen genannt werden. Damit würde der Export Kasachstans zumindest noch eine Weile um 30-40 Prozent schwächer ausfallen als im Durchschnitt für 2025 angegeben wurde.

Heute dann beruhigende Worte des kasachischen Energieministers – Das Tengiz-Ölfeld und die direkte Umgebung sollen innerhalb einer Woche wieder Produktionsmengen um 900.000 Barrel pro Tag erreichen, nahe den Spitzenwerten die vergangenes Jahr erreicht wurden. Dennoch bleibe der Neustart eine komplexe Angelegenheit.

Die Stilllegung des Tengiz-Feldes sorgte bisher für Produktionsverluste von knapp 7,2 Mio. Barrel und damit auch für erhebliche Exporteinschränkungen. Da Deutschland knapp 11 Prozent seines Rohölbedarfs aus Kasachstan bezieht, welche den Großteil der Exporte mit Öl aus dem Tengiz-Feld durchführen, wird auch in der Bundesrepublik auf eine zeitnahe Wiederaufnahme aller kasachischen Ölexporte gehofft.

Inlandspreise etwas teurer
Der Winter hält das Land weiter stark im Griff und lässt gemeinsam mit den Entwicklungen an den Ölbörsen die Heizölpreise leicht steigen. Dementsprechend müssen Abnehmerinnen und Abnehmer in Deutschland aktuell mit leichten Preisanstiegen von durchschnittlich +0,20 bis +0,60 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Dienstagvormittag rechnen.

Nicht nur in Deutschland ist der Winter wieder zurück, auch in den USA sorgt eine massive Kältewelle schon seit letzter Woche für große Probleme. Hunderttausende Haushalte waren und sind zum Teil immer noch ohne Strom, in zahlreichen Bundesstaaten musste der Notstand ausgerufen werden. Die extremen Wetterverhältnisse beeinträchtigen auch die US-Öl-und Gasförderung – mit spürbaren Folgen in Europa.

 

Mehrere Millionen Barrel Ausfall in den USA
Vor allem die niedrigen Temperaturen sind es, die an den Förderanlagen in den USA für Probleme sorgen. Gerade in den Regionen mit eher gemäßigtem Klima sind die Pipelines und die Pumpstationen oft nicht auf Minusgrade ausgelegt, so dass sie einfrieren oder die Qualität des geförderten Öls und Gases kompromittiert ist.

 

Aktuellen Schätzungen zufolge fielen im sogenannten „Permian Basin“, dem ertragreichsten Schieferölgebiet der USA , allein am Samstag rund 1,5 Millionen Barrel an täglicher Förderung den eisigen Temperaturen zum Opfer, am gestrigen Montag waren es laut der Analysten immer noch 0,7 Millionen Barrel, die fehlten. Sie vermuten, dass die Förderkapazitäten – gemäß der aktuellen Wetteraussichten – erst zum Ende der Woche wieder auf Normalstand sein werden.

 

LNG-Förderung besonders betroffen
Besonders betroffen von den Ausfällen ist die US-amerikanische LNG-Förderung, da die Förderanlagen für das per Fracking gewonnene Flüssigerdgas sehr anfällig sind. Für Europa ist das durchaus ein Problem, denn seit dem Bruch mit Russland stammt ein Großteil des hier benötigten LNGs aus den USA.

 

Gasspeicher in Deutschland extrem niedrig
Auch Deutschland bezieht 80 Prozent seines Flüssigerdgases aus den Vereinigten Staaten. Und gerade in der kalten Jahreszeit ist man auf die amerikanischen Importe angewiesen, denn der Füllstand der deutschen Gasspeicher liegt mit 36,8 Prozent weit unter dem üblichen Durchschnitt (Quelle: AGSI+ Stand 26.1.2026).

 

Die hohe Nachfrage in Kombination mit der akuten Angebotsknappheit sorgt aktuell am Gasmarkt für extreme Preissteigerungen, was sich inzwischen auch an den Ölbörsen bemerkbar macht (wenn das Gas knapp wird, wird auf Alternativen wie Diesel oder andere Brennstoffe umgestellt, so dass auch hier der Bedarf steigt).

 

Inlandspreise etwas günstiger als zuvor
Zuletzt waren auch die Inlandspreise für Heizöl deshalb teilweise deutlich gestiegen. Doch heute können sich die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher über leichte Preisabschläge freuen, denn für 100 Liter zahlen sie heute etwa -0,85 bis -1,25 Euro weniger als noch am Montagvormittag.

 

 

In den vergangenen Wochen sind die Heizölpreise im Bundesgebiet stetig angestiegen. Bei robuster Saisonnachfrage spiegeln sich in den jüngsten Preissteigerungen vor allem geopolitische Unsicherheiten wie etwa die Spannungen zwischen den USA und Iran wider. Doch auch Angebotsausfälle durch den Wintersturm in den USA stützen die Börsen seit letzter Woche und ziehen damit auch heute die Inlandspreise nach  oben.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die durchschnittlichen Heizölpreise in der Bundesrepublik sind aktuell knappe +0,43 Euro teurer als zum Freitag. Die Preise sind in den letzten Wochen immer wieder gestiegen, weshalb Heizöl zurzeit im Schnitt +1,57 Euro teurer ist als vergangenen Montag. Noch vor gut einem Monat hatten die Preise Inlandspreise ein Mehrjahrestief markiert, doch sind sie seitdem um über 6 Prozent gestiegen und kosten heute im Vergleich zum 26. Dezember im Durchschnitt 5,47 Euro mehr.

Langfristige Preisentwicklung
Auf längere Sicht betrachtet zeigt sich aber auch, dass die Heizölpreise in den vergangenen sechs Monaten auch schon deutlich höher lagen als aktuell. Im Vergleich zu Mitte Oktober ergibt sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell ein Plus von +1,22 Euro, doch schon der Vergleich mit Ende November zeigt, dass noch Luft nach oben besteht. Die langfristige Trendbox zeigt zudem, dass die Heizölpreise im Jahresvergleich immer noch eher günstig sind.

 


Was spricht aktuell für steigende Preise?

Wetterbedingte Ausfälle in den USA
In den USA wütet seit letzter Woche ein massiver Wintersturm, der auch die Öl- und Gasindustrie in den USA in Mitleidenschaft zieht. Vor allem die Gasproduktion und -versorgung ist betroffen, doch auch erste Raffinerien mussten ihre Verarbeitung drosseln. Der Ausfall wirkt stützend, dürfte aber temporär bleiben. 

– Spannungen zwischen den USA und Iran
Seit Wochen herrschen im Iran Unruhen, die vom Regime grausam niedergeschlagen werden. Die USA hatten zuletzt immer wieder gedroht, auch militärisch in den Konflikt einzugreifen, das Säbelrasseln der beiden Staaten lässt nicht nach. Am Ölmarkt sorgen Unruhen im Iran und in der gesamten Region für Unsicherheit, da die Lieferrouten und die Produktion schnell von Ausfällen und Störungen betroffen sein könnten. 

– Anhaltender Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Die Spannungen und Angriffe zwischen den beiden Ländern weiten sich auf Handelsrouten in und um das Schwarze Meer aus, was Risikoprämien und Frachtkosten steigen lässt. Erste trilaterale Gespräche seit Monaten haben am Wochenende keine Ergebnisse gebracht.

Was spricht aktuell für sinkende Preise?

– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Weiterhin bleibt die Aussicht auf eine Überversorgung für das laufende Jahr bestehen. Nicht nur die OPEC+ weitet ihr Ölangebot aktuell aus, auch in Ländern wie den USA oder Brasilien steigen die Fördermengen stetig, während die Nachfrage eher schleppend hinterherkommt.  Die Internationale Energieagentur IEA prognostiziert in ihrem letzten Ölmarktreport ein Überangebot von fast 4 Millionen Barrel pro Tag, das US-Energiministerium EIA geht immerhin noch von knapp 3 Millionen Barrel täglich aus.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 26.01.2026

Das Weltwirtschaftsforum in Davos geht in den letzten Tag über, und viele Infos rund um Öl und Wirtschaft wurden gemeldet, welche den Ölmarkt jedoch eher beruhigten als ihn weiter zu belasten. Damit konnten sich die Preise an den Börsen wieder etwas stabilisieren. Zudem wurden gestern Abend, mit einem Tag Verzögerung aufgrund eines amerikanischen Feiertags am Montag, die US-Rohölbestände gemeldet. Diese zeigen steigende Lagerbestände auf und deuten damit eine gute Versorgungslage hin.

US-Ölbestandsdaten zeigen Aufbau in fast allen Bereichen
Bereits Mittwochabend meldete das „American Petroleum Institute“ (kurz API) Vermutungen zu steigenden Öl- und Ölproduktbeständen in den USA. Die Vermutungen wurden gestern offiziell vom Energieministerium der vereinigten Staaten bestätigt. Deren Meldung zufolge stiegen die Rohölbestände der USA allgemein um etwa +3,6 Mio. Barrel an und umfassen damit mittlerweile insgesamt 426 Mio. Barrel. Auch im Zentrallager in Cushing wurden deutliche Aufbauten gemeldet, die hier gelagerten Ölmengen sind nach langer Flaute auf einem neuen 8-Monats-Hoch angekommen.

Auch wenn diese Daten auf den ersten Blick für Deutschland uninteressant klingen, sind sie wichtiger als man meinen würde. Gute Vorräte in den USA deuten auf eine gute allgemeine Versorgung am Weltmarkt hin, da die Vereinigten Staaten der größte Verbraucher von Rohöl sind. Das lässt die Preise an den Ölbörsen etwas sinken, da eine gute Versorgung grundsätzlich für ausreichendes Angebot spricht. Dennoch sind lokale Schwankungen oder kurzfristige Lieferengpässe jederzeit möglich.

Heizöl etwas günstiger
Die wachsenden US-Lagerbestände mit der allgemein etwas entspannteren Haltung aufgrund der Meldungen des Weltwirtschaftsforums sorgen auch in der Bundesrepublik für leichte Preissenkungen bei Öl und dessen Produkten. Davon profitieren eben auch die Abnehmerinnen und Abnehmer von Heizöl, weshalb diese aktuell mit leichten Abschlägen von -0,30 bis -0,70 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen können.

Am Mittwoch blickten die Welt und vor allem die Marktteilnehmer auf das schweizerische Davos, wo im Rahmen des Weltwirtschaftsforums eine Rede von US-Präsident Trump erwartet wurde. Aber auch die Angebotsausfälle in Kasachstan und die Kälte in weiten Teilen Europas und einigen Regionen der USA blieben zur Wochenmitte Faktoren, die sich auf die Öl- und Energiepreise auswirkten.

Trump nimmt Zolldrohungen zurück
In seiner Rede hatte Trump zunächst noch einmal betont, dass der Anschluss Grönlands an die USA für die Nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten wichtig sei und diese auch die einzigen seien, die die Insel verteidigen könnten. Von einer Übernahme durch einen Einmarsch amerikanischer Truppen nahm er jedoch Abschied.

Die Androhung von Strafzöllen, die Trump am Wochenende gegen jene NATO-Länder gerichtet hatte, die dem US-Anspruch auf Grönland mit offizieller Kritik begegnet waren, zog er dann jedoch am Abend wieder zurück. Grund dafür war ein dem US-Präsidenten zufolge „sehr produktives“ Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem die beiden „den Rahmen für ein zukünftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und tatsächlich die gesamte Arktisregion“ geschaffen hätten. Ein Kauf oder eine Übernahme Grönlands soll bei diesem Treffen nach Angaben Ruttes gar nicht mehr thematisiert worden sein.

Aus informierten Kreisen hieß es, das Rahmenabkommen sei eine Neufassung des 1951 geschlossenen Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den USA, das die Stationierung amerikanischer Truppen auf Grönland regelt. Auch ein stärkeres Engagement der europäischen NATO-Staaten in der Arktis sei denkbar, genauso wie mögliche Investitionskontrollen, da die USA unter anderem kontrollieren wollen, wer auf grönländischem Boden Bodenschätze abbauen darf.

Gaspreise an europäischen Börsen am Mittwoch mit neuen Hochs
Die Kältewelle in weiten Teilen Europas trieb am gestrigen Mittwoch auch die Gas-Preise an den Börsen auf den höchsten Stand seit langem. Verzeichnete der europäische Erdgas Terminkontrakt an der niederländischen Börsenplattform TTF gestern den höchsten Stand seit Ende Juni, war der britische Kontrakt an der ICE so teuer wie seit Anfang März nicht mehr. Dies trieb auch den Gasoil-Kontrakt an der ICE mit nach oben.

Heizölpreise steigen weiter
Während mit der Rücknahme der Zolldrohungen Trumps ein Faktor weggefallen ist, der sich negativ auf die Konjunktur und damit die Ölnachfrage Europas aber auch der USA hätte auswirken können, werden die Preise an den Ölbörsen derzeit weiterhin durch die aktuelle Kältewelle und andere noch vorhandene geopolitische Risiken gestützt. Daher müssen Abnehmer von Heizöl auch heute erst einmal noch mit Aufschlägen zu gestern Vormittag rechnen, diese liegen aktuellen Vorhersagen zufolge bei rund +0,70 bis +1,10 Euro pro 100 Liter Heizöl.